Diabetes mit Bluthochdruck: zehnfach erhöhtes Schlaganfall-Risiko

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Mindestens ein Fünftel aller Schlaganfallpatienten hierzulande leiden auch an Diabetes. Menschen mit Diabetes tragen ein zwei- bis vierfach höheres Risiko für einen Schlaganfall als Stoffwechselgesunde. Bei Bluthochdruck verzehnfacht sich das Risiko.

Vorboten erkennen

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die Blutgefäße. Ihre Innenwände verdicken sich zunehmend und werden uneben. Dadurch bilden sich leichter Blutgerinnsel, die im schlimmsten Falle Blutgefäße im Gehirn verschließen. Diabetes-Experten weisen darauf hin, dass den meisten Schlaganfällen bei Diabetes Durchblutungsstörungen des Gehirns vorausgehen (transitorische ischämische Attacken, TIA). Diese können sich in plötzlichen halbseitigen Lähmungen von Arm oder Bein, Taubheitsgefühlen sowie Seh- und Sprachstörungen äußern. Auch wenn die Symptome innerhalb von 24 Stunden von selbst zurückgehen, sollten Betroffene die Warnzeichen ernst nehmen und spezielle Schlaganfallambulanzen aufsuchen.


Diabetes und Blutdruck gut einstellen

Diabetes lässt sich zwar nicht heilen. Mit modernen Medikamenten und einem konsequenten Krankheitsmanagement können Betroffene jedoch ihre Chancen auf möglichst gesundes Leben mit der Krankheit deutlich verbessern. So weisen Experten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ausdrücklich darauf hin, dass die richtige Behandlung das Schlaganfallrisiko für Diabetiker deutlich reduziert. Dazu gehört ein möglichst stabil eingestellter Blutzucker. Auch ihre Blutdruckwerte sollten Diabetiker regelmäßig untersuchen lassen. Vorteil: Viele blutdrucksenkende Maßnahmen verbessern zugleich die Wirkung des Insulins.

 

Quellen:

Diabetes online