Darmkrebs: 16 Prozent weniger Neuerkrankungen

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Die Zahl der Patienten, die neu an Darmkrebs erkranken, ist zwischen 2003 und 2013 insgesamt um etwa 16 Prozent zurückgegangen, so Experten des Robert Koch-Instituts auf Basis der aktuellen Auswertung „Krebsgeschehen in Deutschland 2016“. Sie werten dies als Erfolg der Darmkrebsvorsorge.

Mehr Sicherheit mit iFOBT und Darmspiegelung

Darmkrebs ist eine stille Krankheit. Betroffene merken lange nichts von ihrer Erkrankung. Konsequente Vorsorge ist umso wichtiger. Seit 2002 haben alle gesetzlich Versicherten ab 55 Jahren einen Anspruch auf eine Darmspiegelung. Nicht weniger wichtig als Einstieg in die Vorsorge: Stuhltests ab einem Alter von 50 Jahren. Mit der Entscheidung, ab 2017 für die Suche nach verborgenem Blut im Stuhl immunologische Testverfahren (iFOBT) zu nutzen, gewinnt die Darmkrebsvorsorge noch einmal an Sicherheit dazu.

Mit Stuhltest mehr Menschen zur Vorsorge motivieren

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) nutzen nur rund 20 bis 30 Prozent aller Versicherten die Möglichkeit einer Darmspiegelung. Für diese Patienten sind die Tests auf verborgenes Blut eine wichtige Alternative. Auf die Zuverlässigkeit der iFOBT können die Patienten sich verlassen: Laut einer Studie des DKFZ liefern die Tests sichere Ergebnisse. Fachleute hoffen, dass mit den niedrigschwelligen Tests zukünftig mehr Menschen für die Darmkrebsvorsorge gewonnen werden. In den Niederlanden etwa beteiligen sich 60 Prozent der Versicherten an den Stuhltests – sie erhalten die Tests zusammen mit einem persönlichen Brief zur Teilnahme direkt nach Hause.

 

Quellen:

Robert Koch-Institut

Deutsches Krebsforschungszentrum

 

ViZ Darmkrebs-Früherkennung zum Download