62 Prozent aller Männer mit Übergewicht

Bild: Fotolia

Rund 62 Prozent der Männer in Deutschland sind zu dick. Längst erwiesen: Übergewicht führt zu Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Übergewichtige sollten deshalb regelmäßig ihre Gesundheit mit Labortests checken lassen.

Check-up klärt Blutzucker- und Stoffwechselrisiken

Neben dem Gewicht an sich kommt es für die gesundheitlichen Folgen auch darauf an, wo sich das Körperfett sammelt. Lagern sich die überflüssigen Pfunde vor allem in der Körpermitte ab, steigt vor allem das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Sprengt der männliche Bauchumfang die Grenze von 95 Zentimetern, wird es kritisch. Fettablagerungen am Bauch steigern zudem stärker als Polster an Oberschenkeln und Gesäß das Risiko für Fettstoffwechselstörungen. Der Grund: Die Fettzellen am Bauch sind stoffwechselaktiver und setzen mehr Fettsäuren frei. Wie sehr das Übergewicht Blutzuckerspiegel und Fettstoffwechsel in Mitleidenschaft zieht, zeigen Blut- und Urintests. Im Rahmen des Check-up 35 hat jeder Versicherte ab 35 Jahren zurzeit alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung. Die Intervalle zwischen den Check-ups sollen jedoch zukünftig auf drei Jahre verlängert werden.

Gezielte Tests bei Risiken fürs Herz

Über den Check-up 35 hinaus gibt es weiterführende Laboruntersuchungen, mit denen Ärzte frühzeitig mögliche Funktionsstörungen des Herzens wie etwa eine Herzinsuffizienz feststellen können. Schwindende körperliche Belastbarkeit, Atemnot, Müdigkeit und Schwächegefühl sowie Wassereinlagerungen können auf ein geschwächtes Herz hinweisen. Es muss sich stärker als normal dehnen, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Dabei setzt der Herzmuskel sogenannte „natriuretische Peptide“ frei. Die Messung dieser Stoffe im Blut liefert frühe Hinweise auf Funktionsstörungen. Besteht ein begründeter Krankheitsverdacht, dann zahlt die Krankenkasse auch solche Labortests.

 

Die Meldung zum Download