Wirklich schon Wechseljahre?

Schlechter Schlaf, immer gereizt und Hitzewallungen: Manche Frauen spüren diese typischen Wechseljahrbeschwerden schon mit 35 Jahren. Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. schätzt, dass bei etwa zehn Prozent der Frauen in Deutschland die Wechseljahre zu früh einsetzen. Aber: Hinter diesen scheinbar eindeutigen Symptomen können sich auch andere Krankheiten verbergen. Das IPF empfiehlt betroffenen Frauen, den Hormonstatus per Labortest klären zu lassen.

Hormone im Blut geben Antwort

Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob die Menopause tatsächlich schon eingesetzt hat. Dafür braucht es in der Regel zwei Blutproben, die im Abstand von mindestens einem Monat entnommen werden. Liegt der Wert des „Follikelstimulierenden Hormons“ (FSH) beide Male über und der Östradiol-Spiegel unter der Norm, bestätigt dies die Diagnose. Im Labor sollte aber nicht nur der Östrogenspiegel der Patientin kontrolliert werden. Gleichzeitig die Werte von Schilddrüsen- und Nebennierenrinden-Hormonen zu bestimmen, hilft dem Arzt dabei, andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

 

Schutz vor Folgeerkrankungen

Labortests können Frauen in den Wechseljahren auch vor Folgeerkrankungen schützen. Vor den Wechseljahren bieten die Östrogene Schutz vor Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose). Diese Schutzfunktion fällt durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren weg. Um eine eventuell beginnende Arteriosklerose rechtzeitig erkennen zu können, sollten die Blutfette Cholesterin, Triglyzeride und auch der Blutzucker bestimmt werden.

 

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