Tollwutimpfung vor dem Urlaub

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BERLIN – Fernreisen boomen. Mehr als jeder zehnte Urlauber (11,7 Prozent) verbrachte 2013 seine freien Tage weit weg von zu Hause, wie eine Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen ergab. Ziele in Nordafrika und Fernost lagen besonders im Trend. Damit die Gesundheit unterwegs nicht leidet, sollten Globetrotter auf ausreichenden Impfschutz achten – in einigen Regionen schließt das auch eine Tollwut-Prophylaxe ein, so das IPF.

Infektionsrisiko nicht unterschätzen

Ob Safari, Kreuzfahrt oder Dschungeltour: Vor unerwarteten Begegnungen mit wilden oder frei laufenden Tieren können Reisende sich bei aller Vorsicht nicht immer schützen. Nach Angaben von Tropenmedizinern unterschätzen viele Reisende das Tollwutrisiko. Weltweit sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich etwa 55.000 Menschen nach Tierbissen an der Infektion, vor allem in China, Indien, Südostasien und Afrika. Dort ist die Tollwut noch sehr verbreitet. Reisenden drohen Tierbisse zum Beispiel von Affen in Tempelanlagen, streunenden Hunden und Katzen oder Fledermäusen, die in Höhlen aufgeschreckt werden.

 

Vor der Reise impfen lassen

Im Falle eines Tierbisses sind oft weder Ärzte noch die rettenden Impfstoffe in Reichweite. Wer bereits mit einem frischen oder aufgefrischten Tollwutschutz die Reise antritt, muss sich bei einem Tierkratzer oder -biss nicht beunruhigen. Zur weiteren Absicherung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin je eine Impfdosis direkt und drei Tage nach dem Vorfall. Besteht kein Impfschutz oder ist der Impfstatus unklar, müssen Betroffene unverzüglich immunisiert werden: Die gespritzten Antikörper-Konzentrate (passive Immunisierung) bauen schnell einen Infektionsschutz auf, der jedoch nur drei Monate vorhält. Daher benötigen Betroffene zudem fünf aktive Impfungen innerhalb von 28 Tagen. Diese regen den Organismus an, eigenständig Antikörper zu bilden. Dieser Schutz hält bis zu fünf Jahre.

 

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