Zeckensommer 2018 – Minivampire auch nachts aktiv

Bild: Sergiy Bykhunenko - Fotolia by Adobe

Experten sind sich einig: 2018 ist ein Zeckenjahr. Nach Sonnenuntergang werden die kleinen Blutsauger besonders aktiv. Ihr Stich kann Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose übertragen. Wer laue Sommernächte im Grünen genießen möchte, sollte daher auf FSME-Impfung und Zeckenschutz achten, rät das IPF.

Zecken nachts besonders aktiv

Der heiße, trockene Sommer macht auch Zecken das Leben schwer. Während sie tagsüber auf Grashalmen und Büschen sitzen und dort auf den Menschen warten, verlieren sie lebenswichtige Flüssigkeit. Umso aktiver werden Zecken im Dunkeln. Auf der Suche nach Feuchtigkeit kommen ihnen Menschen, die sich von der Hitze des Tages im Park oder auf der Grillwiese erholen, sehr entgegen.

Impfung schützt vor FSME

Schlägt einer der Minivampire zu, können Gestochene an FSME erkranken. Die Virusinfektion zieht das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft. Im schlimmsten Falle entzünden sich Hirnhaut und Gehirn. Stellen sich nach einem Zeckenstich grippeähnliche Beschwerden ein, sollten Betroffene zum Arzt gehen. Labortests weisen Antikörper gegen die FSME-Erreger nach. Wer sich viel im Grünen aufhält, sollte sich impfen lassen – die Impfung schützt zuverlässig vor FSME.

Borreliose mit Labortests diagnostizieren

Gegen Borreliose-Erreger, die etwa 20 Prozent aller ausgereiften Zecken in sich tragen, gibt es keine Impfung. Die Heilungschancen stehen jedoch gut, wenn die Krankheit früh diagnostiziert wird. Zu den Anzeichen gehört die Wanderröte, eine kreisförmige Hautrötung rund um den Zeckenstich. Jedoch können auch Monate später Entzündungen oder Lähmungen auftreten. Dann bedarf es umfassender Laboruntersuchungen, um die Krankheit zu erkennen. 

 

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Tipp der Woche "Zeckensommer"

IPF-Infografik "FSME-Impfung schützt vor Entzündung im Gehirn und Rückenmark"

IPF-Infografik "Borreliose - viele Beschwerden, eine Ursache"