Urlaubsflirt ohne Reue

Urlaub beflügelt Schmetterlinge im Bauch: Laut Umfrage eines Onlineportals turtelt jeder dritte Mann und fast jede zweite Frau aus Deutschland auf Reisen fremd. Doch manche Urlauber bringen nicht nur romantische Erinnerungen, sondern auch eine sexuell übertragbare Infektion (STI) mit nach Hause. Weltweit haben STI in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Besonders riskant: ungeschützter Geschlechtsverkehr. In diesem Fall sollten Betroffene nach dem Abenteuer mit Labortests klären lassen, ob eine STI vorliegt, so das IPF.

Immer „mit“ machen

Grundsätzlich gilt: Beim Sex schützen Kondome am sichersten vor STI – und zwar bei allen Spielarten der Liebe. Denn Gonorrhoe (Tripper), Syphilis oder Chlamydien können auch beim Anal- und Oralsex übertragen werden. Diese Infektionen verursachen jedoch häufig keine äußerlichen Symptome, die auf die Krankheit hinweisen. Mediziner der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) raten dazu, bei Verdacht auch Abstriche aus dem Rachen- und Analbereich labormedizinisch untersuchen zu lassen. Vorteil: Wenn alle Körperregionen mituntersucht und wenn nötig behandelt werden, könnte sich die weitere Zunahme von STI verringern.

 

Koinfektionen vermeiden

Mögliche STI labormedizinisch abklären zu lassen und auszukurieren, senkt auch das Risiko, zugleich an mehreren Geschlechtskrankheiten zu leiden. Experten der DSTIG beobachten, dass  auch diese Koinfektionen deutlich zunehmen. Besonders häufig treten Chlamydien-Infektionen und Gonorrhoe gemeinsam auf, so die Mediziner. Der Grund: Sind die Schleimhäute durch eine unerkannte STI bereits geschädigt, können andere Erreger leichter in den Organismus eindringen. Um Mehrfachinfektionen zu vermeiden, sollten Ärzte grundsätzlich allen Betroffenen Tests auf weitere STI anbieten, so die Experten. Gesetzlich krankenversicherten Frauen bis 25 steht zudem jährlich eine Untersuchung auf Chlamydien zu.

 

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