Tipp der Woche: Schweißausbrüche im Winter – frühe Wechseljahre?

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Bei bis zu zehn Prozent der Frauen in Deutschland setzen die Wechseljahre vor dem 35. Lebensjahr ein. Häufig schreiben Betroffene typische Beschwerden anderen Ursachen zu. Schweißausbrüche? Kommen von der gerade überstandenen Erkältung. Schlechter Schlaf? Normal im Winter, die dunklen Tage bringen die innere Uhr aus dem Takt. Und schwankende Stimmung gehört ohnehin zu den trüben Wintermonaten. Kam zudem die Periode immer unregelmäßig, liegt der Gedanke an Wechseljahre fern. Eine klare Diagnose ist jedoch wichtig: Frühzeitige Wechseljahre steigern das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das IPF rät, im Zweifelsfall mit dem Arzt über Messungen der Hormonwerte zu sprechen.

Eindeutige Diagnose mit Labortest

Normalerweise beginnen die Wechseljahre (Klimakterium) um das 45. Lebensjahr herum und dauern bis zu zehn Jahre an. In dieser Zeit stellt sich der Hormonhaushalt der Frau um. Der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken nimmt im Laufe des Lebens ab und versiegt schließlich ganz. Darauf reagiert der Organismus mit veränderter Hormonproduktion. Ob Frauen sich tatsächlich in den Wechseljahren befinden, lässt sich sicher mit Labortests nachweisen. Dazu messen Labormediziner den Anteil von Östrogenen FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), Östradiol und Progesteron im Blut.

Folgekrankheiten frühzeitig erkennen

Wechseljahre an sich – auch wenn sie frühzeitig auftreten – sind keine Krankheit. Sie können aber zu medizinischen Problemen führen. So schützen weibliche Hormone die Knochen und die Blutgefäße. Je früher dieser Hormonschutz entfällt, desto höher liegt das Risiko für brüchige Knochen und Gefäßschäden wie Verkalkungen. Frauen mit Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen können mit Bluttests auf Cholesterin-, Triglyzeride- und Blutzucker-Werte die Gesundheit ihrer Blutgefäße abklären lassen; das Osteoporose-Risiko lässt sich durch Blut- und Urintests ermitteln.

 

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