Sepsis: Frühe Diagnose rettet Leben

Jedes Jahr sterben hierzulande 60.000 Menschen an einer Sepsis. Damit ist die Infektion, bei der Bakterien nach und nach den gesamten Organismus vergiften, die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessern die Überlebenschancen um 50 Prozent. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2018 informiert das IPF: Laboruntersuchungen sind unverzichtbar, um die Erreger der Infektion genau zu bestimmen und bekämpfen zu können; Risikopatienten sollten auf ausreichenden Impfschutz achten.

Schnelle Diagnose mit Labortests

Wenn es das Immunsystem nicht schafft, eine lokale Infektion zu kontrollieren, breiten sich die von den Erregern produzierten Gifte im ganzen Körper aus. Im schlimmsten Fall versagen die Organe. Darum kommt es bei der Sepsis-Diagnose auf jede Sekunde an. Je schneller die Infektion erkannt wird, desto höher liegen die Chancen, sie kontrollieren zu können. Bei einem Krankheitsverdacht geben spezielle Marker in Bluttests frühzeitig Hinweise auf Entzündungsprozesse. Mittels im Labor angelegten Blutkulturen bestimmen die Mediziner zudem, welche Erreger sie bekämpfen müssen. Anhand der Ergebnisse können sie die wirksamsten Antibiotika einsetzen. Blutkulturen zeigen ebenfalls, ob die Therapie anschlägt.

Impfungen reduzieren Risiko für Infektionen

Eine Sepsis kann durch Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Grippe, Hirnhautentzündung oder Masern ausgelöst werden. Gegen diese und andere Erkrankungen schützen Impfungen. Ein vollständiger Impfschutz senkt damit auch die Gefahr, dass sich aus den Infektionen eine lebensbedrohliche Sepsis entwickelt. Vor allem Patienten mit geschwächtem Immunsystem sollten auf vollständigen, aktuellen Impfschutz achten. Dazu zählen Ältere, Transplantations- und Krebspatienten, Diabetiker sowie Patienten mit Leberzirrhose. Menschen, denen die Milz entfernt wurde, raten Experten ebenfalls zu einem lückenlosen Impfschutz. Das Organ spielt eine wesentliche Rolle bei der Abwehr von Infektionen. Grundsätzlich gilt: Wenn Menschen mit einer Infektion Fieber, Schüttelfrost und Herzrasen bekommen und sich plötzlich sehr schlecht fühlen, sofort einen Notarzt rufen!

 

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