Rheuma mit Labortests erkennen

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Schmerzende Gelenke, Erschöpfung, Müdigkeit, Fieber oder vermehrtes nächtliches Schwitzen – so vielfältig wie die Symptome sind auch die Formen rheumatischer Erkrankungen. Experten unterscheiden über 400 Krankheitsbilder. Labortests helfen dabei, die Art der rheumatischen Erkrankung genau zu bestimmen und effektiv zu behandeln, so das IPF zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2017.

Genaue Diagnose wichtig

Unter dem Oberbegriff Rheuma fassen Mediziner ganz unterschiedliche Erkrankungen zusammen, darunter zum Beispiel Arthrose, Rheumatoide Arthritis oder Gicht. Vielen Formen von Rheuma liegt eine Autoimmunerkrankung zugrunde – das Abwehrsystem richtet sich plötzlich gegen den eigenen Körper. Weil ähnliche Symptome auf viele unterschiedliche Formen von Rheuma hinweisen können, ist die Diagnostik besonders anspruchsvoll. Erste Hinweise können die Werte bestimmter Autoantikörper, Rheumafaktoren und Entzündungswerte aus einer Blutprobe geben. Seltenen Formen von Rheuma wie etwa Systemischer Lupus oder Vaskulitis (Gefäßentzündung) kommen Mediziner nur mit Spezialtests auf die Spur.

 

Folgeerkrankungen vorbeugen

Rheuma-Erkrankungen sind zwar nicht heilbar. Beschwerden lassen sich mit der richtigen Behandlung jedoch meist lindern. In der Regel gehören Medikamente mit zur Therapie. Einige Wirkstoffe können auf Dauer Organe wie Leber und Nieren schädigen. Regelmäßige Laboruntersuchen helfen dabei, die Gesundheit dieser Organe im Blick zu behalten und die Therapie anzupassen. Einige Rheuma-Formen steigern zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei diesen Patienten sollten die Blutdruck- und Cholesterinwerte genau kontrolliert werden.

 

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