Osteoporose: frühe Diagnose aus dem Labor

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Schätzungen zufolge leiden zwischen sechs und acht Millionen Menschen in Deutschland an Osteoporose – ihre Knochen werden porös und brüchig. 80 Prozent der Patienten sind Frauen. Besonders häufig erkranken sie nach den Wechseljahren. Der Grund: Die Hormonumstellung wirkt sich negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Zum Weltfrauentag am 8. März 2017 informiert das IPF: Moderne Labortests zeigen frühzeitig, ob die Knochenkraft nachlässt.

Wechseljahre schwächen Knochen

Dass Knochen im Laufe des Lebens schwächer werden, ist ganz normal. Um etwa ein Prozent jährlich reduziert sich Knochenmasse bei den meisten Menschen. Dieser Prozess setzt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ein. Wenn die am Knochenstoffwechsel beteiligten Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, kann sich der Abbau von Knochenmasse allerdings beschleunigen – etwa in den Wechseljahren. In dieser Lebensphase verringert der Körper die Produktion von Östrogen, einem Hormon, das maßgeblich am Knochenaufbau beteiligt ist. Das kann unter Umständen dazu führen, dass die Knochenmasse zu schnell abnimmt. Dann steigt die Gefahr für Knochenbrüche.

 

Labormarker für Knochengesundheit

Moderne Labortests zeigen frühzeitig, wie es um die Knochenstabilität bestellt ist. Dafür messen Labormediziner aus einer Urinprobe die Pyridinolin- und Desoxypyridinolin-Werte. Diese sogenannten Kollagen-Crosslinks setzt der Körper frei, wenn sich Knochenmasse abbaut. Die Diagnostik lässt sich mittels eines Bluttests abrunden. Dabei bestimmen Labormediziner, wie hoch der Wert der Typ-I-Kollagen-Telopeptide im Blut liegt. Aus dem Gesamtbild der Laborergebnisse kann der Arzt ablesen, ob die Knochen zu schwinden drohen. Darum sollen Frauen ab dem 50. Lebensjahr oder zwei Jahre nach der letzten Regelblutung alle fünf Jahre entsprechende Tests durchführen lassen.

 

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