Osteoporose bei Männern

Osteoporose gilt für die meisten Menschen als typische Frauenkrankheit. Dabei brechen auch bei jedem fünften Mann die Knochen infolge einer Osteoporose-Erkrankung. In über der Hälfte der Fälle stecken jedoch andere Ursachen als bei Frauen hinter dem Knochenschwund: 50 bis 60 Prozent der betroffenen Männer leiden an einer so genannten sekundären Osteoporose. Wie stark die Knochen beim starken Geschlecht noch sind, zeigen unter anderem Laboruntersuchungen, so das IPF zum Welt-Osteoporosetag am 20. Oktober.

Risikofaktoren für Osteoporose erkennen

Bei Männern führen mehrheitlich bestehende Grunderkrankungen dazu, dass die Knochendichte abnimmt (sekundäre Osteoporose). Dazu gehören etwa Schilddrüsenüberfunktion, Kalziummangel, chronische Leber- und Nierenfunktionsstörungen oder Störungen des Vitamin-D-Stoffwechsels. Zudem können Hormonentzugstherapien bei Prostatakrebs oder das Einnehmen von Cortison-ähnlichen Medikamenten die Knochen schwächen. Auch der Lebensstil beeinflusst die Knochenstabilität: Sehr starker Alkoholkonsum und Rauchen begünstigen Osteoporose ebenfalls.

Osteoporose frühzeitig erkennen

Mit Labortests lassen sich Risikofaktoren für eine sekundäre Osteoporose frühzeitig erkennen: Bluttests zeigen, wie es um Schilddrüse und Stoffwechsel bestellt ist. Vermutet der Arzt Schilddrüsen- oder Stoffwechselstörungen, kann er entsprechende Untersuchungen verordnen. Urintests zeigen frühzeitiger als Knochendichtemessungen die Krankheit selbst an. Dazu analysieren Labormediziner bestimmte Kollagen-Verbindungen, die der Organismus bei Osteoporose vermehrt ausscheidet. Finden sich in einer Blutprobe zudem verstärkt bestimmte Eiweiße (Typ-I-Kollagen-Telopeptide), weist dies ebenfalls auf eine Osteoporose hin. Mittels einer Knochendichtemessung kann der Arzt eine bestehende Erkrankung erkennen und einschätzen, wie die Krankheit verläuft.

 

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