Nur Winter oder krank?

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In den Wintermonaten setzen Kälte und Dunkelheit vielen Menschen zu. Sie fühlen sich schlapp, leistungsschwach oder frieren verstärkt. Doch kalte Hände und Füße sowie Müdigkeit können auch auf Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselerkrankungen zurückzuführen sein. Bluttests zeigen, ob organische Ursachen wie eine Gefäßerkrankung, Eisenmangel oder Schilddrüsenfunktionsstörungen vorliegen, so das IPF.

Gefäßgesundheit mit Labortest klären

Helfen Handschuhe und Winterstiefel dauerhaft nicht mehr gegen kalte Extremitäten, sollten Betroffene die Ursache abklären. Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose können die Durchblutung behindern. Der gehemmte Blutfluss führt unter anderem zu kalten Händen und Füßen. Aus einer Blutprobe bestimmen Labormediziner die Blutfettwerte. Sie zeigen, ob Risikofaktoren für eine Arteriosklerose vorliegen. Grunderkrankungen wie Diabetes ziehen ebenfalls die Gefäße in Mitleidenschaft. Daher empfiehlt es sich, auch den Blutzuckerwert zu kontrollieren.

Stoffwechsel aus dem Lot

Ein aus dem Lot geratener Stoffwechsel kann ebenfalls hinter den scheinbaren Winterbeschwerden stecken. Bei Eisenmangel etwa muss der Organismus zur Versorgung auf das im Blut befindliche Eisen zurückgreifen. Diese Unterversorgung wirkt sich auch auf das Kälte-Wärme-Empfinden aus. Laborparameter wie der Hämoglobin- und Hämatokrit-Wert im Blut sowie die Größe und Menge der roten Blutkörperchen zeigen, ob der Körper ausreichend mit Eisen versorgt ist. Zudem beeinflusst die Hormonproduktion der Schilddrüse das Wärmeempfinden und den Antrieb. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion läuft der Stoffwechsel dauerhaft auf Sparflamme. Das kann zu Frösteln und Antriebslosigkeit führen. Im Labor klären Mediziner anhand von Blutproben, ob die Hormonproduktion stimmt.

 

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