Mit Kindern reisen – auf Impfschutz achten

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Sommer, Sonne, Reisezeit: Auch wer keine Fernreisen unternimmt, sollte beim Nachwuchs auf den passenden Impfschutz achten. Im Süden Deutschlands und in Osteuropa treiben Zecken ihr Unwesen, der niedliche Waschbär in den USA kann Tollwut übertragen. Experten empfehlen, spätestens einen Monat vor Reisebeginn an die notwendigen Schutzimpfungen zu denken, so das IPF.

Routine-Impfungen prüfen

Wer mit Kindern auf Reisen geht, sollte als erstes prüfen, ob der Nachwuchs alle Routine-Impfungen bekommen hat. Dazu gehören unter anderem Hepatitis B, Kinderlähmung (Polio), Masern und Windpocken. Eine Tetanusimpfung verhindert schwerwiegende Folgen nach Verletzungen. Diese und andere Erkrankungen treten in vielen Ländern häufiger auf als in Deutschland – vor allem dann, wenn die Kinder im Reiseland nicht nach einem empfohlenen Impfprogramm geimpft werden. In den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) können Eltern prüfen, wie vollständig ihr Kind geimpft ist, und fehlende Immunisierungen nachholen.

Impfschutz dem Reiseziel anpassen

Je nach Reiseziel brauchen Kinder – und Erwachsene – zusätzlichen Impfschutz. Wer in zeckenreichen Gebieten Urlaub macht, und das kann auch in Deutschland sein, schützt sich und den Nachwuchs mit einer FSME-Impfung vor dieser durch Zecken übertragenen Infektion. Für bestimmte Reiseländer empfiehlt sich auch eine Tollwut-Impfung. Das gilt nicht nur für exotische Reiseziele etwa im asiatischen Raum und in Afrika, sondern zum Beispiel auch für die USA und Osteuropa. Reiseimpfungen aufgrund von Urlaubsreisen müssen die Krankenkassen nicht bezahlen. Manche Versicherungen übernehmen die Kosten für bestimmte Zusatzimpfungen jedoch freiwillig. Nachfragen lohnt sich also.

 

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