­Magenverstimmung oder Reisemitbringsel?

Bild: DenisNata - Adobe Stock

Vor allem im Winter treiben Rota- und Noro-Viren hierzulande ihr Unwesen. Sie führen zu Unwohlsein, Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Nicht jede Magenverstimmung geht indes auf heimische Erreger zurück. Immerhin gehören die Wintermonate zu den beliebten Reisezeiten in die Tropen. Damit nach der Flucht vorm deutschen kalten Winter alles gesund zugeht, sollten Reisende Beschwerden nach der Reise abklären lassen, so das IPF.

Durchfall: Ursache mit Labortests finden

Studien zufolge bringen Reisende aus tropischen Regionen wie etwa Indien und Südostasien am häufigsten Durchfallerkrankungen mit nach Hause. Verlieren sich die Beschwerden nach drei Tagen, bedarf es in der Regel keiner weiteren Diagnostik. Halten die Beschwerden länger an oder mischt sich Blut in den Stuhl, raten Experten zur Ursachenforschung mit Labortest. Aus einer Stuhlprobe können Labormediziner nach typischen bakteriellen Erregern wie Salmonellen, Shigellen und Campylobacter suchen und klären, ob Parasiten für die Erkrankung verantwortlich sind.

Malaria-Verdacht mit Bluttest klären

Leiden Reiserückkehrer mit Durchfall zusätzlich an Fieber, müssen sie laut Tropenmedizinern immer auf Malaria untersucht werden. Besonders zuverlässige Ergebnisse bringt ein Blutausstrich aus dem sogenannten „Dicken Tropfen“. Dazu entnehmen Labormediziner einen Tropfen Blut aus dem Finger, streichen ihn auf einem Objektträger aus und behandeln ihn mit chemischen Lösungen. Dieses Verfahren erhöht die Dichte der Malaria-Erreger in der Blutprobe um das Zehn- bis Zwanzigfache. Vorteil: Die Labormediziner können die Plasmodien – winzige Parasiten – bei der abschließenden Untersuchung der Blutprobe unterm Mikroskop leichter erkennen.

 

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