Krampfanfälle bei Kindern: Ursachenklärung mit Labortests

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Etwa jede zweite Epilepsie-Erkrankung beginnt im Kindesalter. Je nach Art der Erkrankung können die Gewitter im Gehirn die Entwicklung beeinträchtigen. Nicht jeder Krampfanfall geht jedoch auf eine Epilepsie zurück. Umso wichtiger ist die genaue Diagnose. Zum Internationalen Epilepsietag am 11. Februar 2019 informiert das IPF: Laboruntersuchungen helfen dabei, die Ursache für Krampfanfälle festzustellen.

Laboruntersuchungen bei Epilepsieverdacht

Epileptische Anfälle entstehen, wenn Nervenzellen im Gehirn plötzlich und heftig gleichzeitig Signale senden. Aber auch ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, Stoffwechselerkrankungen sowie Drogen- oder Medikamentenmissbrauch können Krampfanfälle auslösen. Solche Erkrankungen verraten sich über bestimmte Stoffe im Blut. Darum sehen Leitlinien zur Epilepsie-Diagnostik im Kindesalter umfassende Laboruntersuchungen vor. Bei Neugeborenen und Säuglingen sollten die Werte von Blutzucker, Natrium, Kalzium und Magnesium mittels Blutprobe kontrolliert werden. Dazu kommen Labortests, die den Ärzten verraten, ob eine Stoffwechselerkrankung vorliegt, die sich besonders auf das zentrale Nervensystem auswirkt. Bei älteren Kindern empfehlen die Fachmediziner zudem Tests auf Drogen. So können die Ärzte abgrenzen, ob es sich bei dem Krampfanfall tatsächlich um Epilepsie handelt.

Medikamentendosis mithilfe von Labortests einstellen

Steht die Diagnose Epilepsie fest, benötigen betroffene Kinder regelmäßig Medikamente. Im besten Falle verhindern diese die Anfälle. Labortests unterstützen Mediziner dabei, die passende Dosis zu bestimmen. Bringt die Behandlung nicht den erhofften Erfolg oder erleiden die kleinen Patienten nach einer beschwerdefreien Zeit doch wieder einen epileptischen Anfall, messen Labormediziner die Konzentration des Medikaments im Blutserum. Fällt sie zu gering aus, kann die Dosis angepasst werden.

 

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