Harnwegsinfektionen richtig diagnostizieren

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Die meisten Harnwegsinfektionen (HWI) treten im Winter und Frühjahr auf. Feuchte Kälte begünstigt die Infektion. Kehren Blasenentzündungen trotz regelgerechter Therapie immer wieder auf, können weiterführende Untersuchungen die Ursache abklären. Damit sollten Betroffene nicht zu lange warten: Im schlimmsten Falle entsteht aus immer wiederkehrenden Infektionen einen Blasentumor. Das IPF informiert: Labortests helfen sowohl bei der Diagnose von HWI als auch dabei, Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen.

Blasenentzündung mit Urintests diagnostizieren

Brennen beim Wasserlassen, ständiger Urindrang und Schmerzen im Unterbauch gehören zu den typischen Symptomen einer Blasenentzündung. Auslöser sind Bakterien in den Harnwegen. Urintests zeigen, ob die Anzahl der Bakterien im Urin verdächtig hoch liegt. Bei etwa jedem zweiten Fall finden Mediziner trotz Beschwerden keine erhöhten Werte. Die Diagnose lässt sich dennoch absichern: Teststreifen zeigen, ob der Urin weiße Blutkörperchen (Leukozyten) enthält. Fällt der Test positiv aus, klärt eine Auszählung von Bakterien und Blutkörperchen im Harnsediment unter dem Mikroskop, ob eine Blasenentzündung für diese Leukozyturie verantwortlich ist.

Blasenkrebs: Früherkennung mit modernen Labortests

Tritt eine Blasenentzündung immer wieder auf, kann die Blasenschleimhaut dauerhaft Schaden nehmen. Auch das Risiko für Blasenkrebs steigt. Blut im Urin gilt als Warnsignal. Um einen Blasentumor aufzuspüren, untersuchen Fachärzte eine Urinprobe unter dem Mikroskop auf bösartig veränderte Zellen (Urinzytologie). Im Frühstadium lassen sich Tumorzellen mit dieser Methode jedoch nur sehr schwer nachweisen. Genauere Ergebnisse als eine Urinzytologie bringen Urintests, die bestimmte Proteine und Antigene aufspüren. Die Tests warnen vor einem Tumor, auch wenn Zellveränderungen bei einer Blasenspiegelung noch nicht sichtbar sind.

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