Gesundheit für die Venen

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Alter, Ernährung, Lebensstil – und Veranlagung: Wie gut das Blut durch die Adern fließt, bestimmen auch die Gene. Fast zehn Prozent der Menschen in Deutschland neigen aufgrund vererbter Gerinnungsstörungen seit ihrer Geburt verstärkt zu Blutgerinnseln (Thrombophilie). Zum Deutschen Venentag am Samstag, den 21.04.2018, informiert das IPF: Labortests schafften Klarheit über das persönliche Thromboserisiko.

Hinweise auf Thrombophilie erkennen

Laut Experten liegt das Risiko für einen Gefäßverschluss bei Patienten mit einer Thrombophilie um bis zu 80 Mal höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Nicht jede Thrombose weist auf eine Blutgerinnungsstörung hin. Erkranken jedoch Menschen im Alter von unter 45 Jahren immer wieder an Thrombosen oder entwickeln sich die Blutgerinnsel an ungewöhnlichen Stellen wie etwa den Armvenen, sollten Betroffene sich auf Thrombophilie untersuchen lassen. Gleiches gilt, wenn Thrombosen in der Familie gehäuft auftreten.

Labortests decken Gerinnungsstörungen auf

Am häufigsten verursacht eine Mutation des Gerinnungsfaktors V (Proaccelerin) wiederkehrende Blutgerinnsel. 30 Prozent aller venösen Thromboembolien gehen auf diese Faktor-V-Leiden-Mutation zurück, auch APC-Resistenz genannt. Zur Diagnose nutzen Mediziner Gentests. Um die zweithäufigste Form der Thrombophilie, eine Störung des Gerinnungsfaktors II (Prothrombin) zu diagnostizieren, bestimmen Ärzte den sogenannten Quick-Wert. Sie untersuchend dazu im Labor, wie schnell das Blut gerinnt. Seltener als die Faktor-V-Leiden-Mutation und die Veränderung des Prothrombins sind Defekte von Antithrombin, Protein C oder Protein S. Ob diese drei Gerinnungshemmer ausreichend vorhanden sind und richtig arbeiten, zeigen ebenfalls Laboruntersuchungen.

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