Gesund älter werden

Bild: Robert Kneschke - Adobe Stock

Bis zum Jahr 2050 werden nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hierzulande etwa 23 Millionen Menschen im Alter über 65 Jahren leben. Studien zufolge bedrohen jedoch Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Lebensqualität im Alter. Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober 2018 informiert das IPF: Manches Gesundheitsrisiko im Alter lässt sich durch die regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen mindern.

Labortests spüren Gesundheitsrisiken auf

Als wichtigste Risikofaktoren für Männer und Frauen sehen Mediziner unter anderem Bluthochdruck sowie zu hohe Blutzucker- und Cholesterinwerte. Dauerhaft zu hoher Blutdruck belastet Herz und Gefäße, zu viel Cholesterin im Blut kann sich an den Gefäßwänden ablagern und im schlimmsten Fall Verschlüsse lebenswichtiger Gefäße in Lunge, Hirn und Herz verursachen. Gerät der Blutzuckerspiegel aus dem Gleis, droht Diabetes. Mit einfachen Blut- und Urintests lassen sich Risikofaktoren für solche Erkrankungen frühzeitig aufdecken – und Patienten können je nach Befund aktiv gegensteuern. Leicht erhöhte Blutzucker- und Cholesterinwerte etwa lassen sich häufig durch Ernährungs- und Lebensstiländerungen positiv beeinflussen.

Krebsvorsorge auch für Ältere

Auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit dem Alter an. Dass Tumore im Alter langsamer wachsen und eher harmlos bleiben, bezweifeln Experten jedoch. Statistiken zeigen etwa, dass Frauen ab 60 Jahren insgesamt häufiger an Tumoren erkranken, die von Hochrisiko-HP-Viren ausgelöst werden. Experten führen das darauf zurück, dass die Patientinnen die jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen beim Gynäkologen nicht mehr regelmäßig nutzen. Bei Männern können Labortests frühzeitig auf Prostata-Tumore hinweisen. In einem frühen Stadium reicht es häufig, den Krankheitsverlauf regelmäßig zu kontrollieren ("Watchful Waiting"). Wird der Tumor erst in fortgeschrittenem Stadium festgestellt, müssen Betroffene unter Umständen mit deutlich aggressiveren Therapien fertig werden.

 

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