Fieber bei Erkältungen: Alarmzeichen ernst nehmen

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Zu Jahresbeginn steigt die Statistikkurve des Robert Koch-Instituts zu Infektionen mit Rhino- und Grippeviren traditionell steil an: Im Januar haben die Erreger Hochsaison. In den meisten Fällen ist eine Erkältung unangenehm, aber harmlos; wer an Grippe erkrankt, fühlt sich in der Regel sehr krank. Bei ansonsten gesunden Menschen vergeht die Infektion im Durchschnitt nach fünf bis sieben Tagen. Hohes oder länger anhaltendes Fieber über zwei, bis drei Tage kann jedoch auf Komplikationen hinweisen. Betroffene sollten per Blutuntersuchung die Fieberursache abklären lassen, rät das IPF.

Mit Labortests Hinweise im Blut suchen

Klettert der Wert auf dem Fieberthermometer bei Erwachsenen über 38 Grad Celsius, sprechen Mediziner von Fieber. Damit reagiert der Körper jedoch auf viele verschiedene Infektionen. Liegt bereits eine Erkältung oder eine Grippe vor, weist starkes Fieber jedoch häufig auf eine beginnende Lungenentzündung hin. Eine Blutprobe schafft Klarheit: Liegt die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) zu hoch, weist dies auf eine Entzündung im Organismus hin. Bestätigt sich im Zusammenspiel mit anderen Untersuchungen der Verdacht auf eine Lungenentzündung, erlaubt die Zahl der Leukozyten zudem Rückschlüsse auf die Art der Pneumonie. Die erhöhte Leukozytenzahl weist in der Regel auf eine von Bakterien verursachte Lungenentzündung hin. Lösen Viren die Erkrankung aus, bleibt die Anzahl der Leukozyten unauffällig.

Antibiogramm vor Therapie mit Antibiotika

Eine bakterielle Pneumonie muss mit Antibiotika behandelt werden. Vor der Entscheidung für einen entsprechenden Wirkstoff empfehlen Mediziner ein Antibiogramm. Dafür züchten Labormediziner aus einer Blutprobe eine Bakterienkultur an und bringen die Erreger mit verschiedenen antibiotischen Wirkstoffen in Kontakt. In der Petrischale zeigt sich, welches Antibiotikum die Infektion am wirksamsten bekämpft.

 

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