Blasenkrebs: Auslöser Arbeitsplatz

Tumore der Blase betreffen Männer deutlich häufiger als Frauen: Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten stand diese Krebsart bei Männern 2010 an vierter, bei Frauen dagegen erst an 14. Stelle. Ein Grund dafür: In den männerdominierten Industriezweigen arbeiten jene häufiger mit Stoffen, die Blasenkrebs auslösen können. Betroffene sollten sich regelmäßig untersuchen lassen, rät das IPF.

Über Haut und Atemluft in die Blase

Aromatische Amine gehören zu den anerkannten Gefahrenstoffen für Blasenkrebs. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) erkennt Blasenkrebs daher als Berufskrankheit an. Die Stoffe kommen als Zwischenprodukte in der chemischen Industrie vor. Sie werden über die Haut oder in Dampf oder Staub über die Atemwege aufgenommen und anschließend mit dem Urin ausgeschieden. Zwar sind die meisten Amine inzwischen aus den Arbeitsprozessen verschwunden. Aufgrund der langen Zeitspanne zwischen dem Kontakt mit Gefahrenstoffen und der Entstehung von Krebs werden berufsbedingte Harnblasenkarzinome aber weiterhin registriert. Die Statistik der BAUA weist für 2012 insgesamt 1.371 Verdachtsfälle auf.

 

Vorsorge mit Labortests

Blasenentzündungen, starker Harndrang oder Blasenkrämpfe können auf bösartige Veränderungen hinweisen. Bei Blut im Urin müssen Betroffene unbedingt zum Arzt. Urinanalyse und -kultur sowie eine Ultraschalluntersuchung und gegebenenfalls eine Blasenspiegelung klären die Ursachen der Beschwerden ab. Blasenkrebs kann sich jedoch auch ohne Symptome entwickeln. Ein Test auf Tumormarker wie Proteine oder Antigene im Urin schafft Klarheit. So können Mediziner sogar Tumore entdecken, die bei einer Blasenspiegelung nicht sichtbar sind.

 

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