Wenn das Blut gerinnt – Thrombose und Thrombophilie

In Deutschland hat etwa jede 15. Frau und knapp jeder 30. Mann bereits einmal eine Thrombose der tiefen Beinvenen erlitten, schätzen Experten des Robert Koch-Instituts (RKI). Bei immerhin fast zehn Prozent der Bevölkerung geht die Erkrankung auf ein angeborenes Thromboserisiko zurück. Bleiben die Blutgerinnsel in Venen oder Arterien unentdeckt, entwickeln sie sich zu einer stillen Gefahr. Im schlimmsten Fall verstopfen sie lebenswichtige Blutgefäße und können lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie Lungenembolie und Schlaganfall verursachen. Laboruntersuchungen klären, ob die Blutgerinnung in Ordnung ist und die Gefäße gesund sind.

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Richtig im Fluss – Blutkreislauf und Blutgerinnung

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Blut muss fließen – allerdings nicht immer! Darum verfügt der menschliche Organismus einerseits über ein weitverzweigtes Netz von Blutgefäßen: Auf 50.000 bis 100.000 Kilometer Gesamtlänge pumpt das Herz pro Tag etwa 10.000 Liter Blut durch den Körper, das die Organe mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Andererseits muss der Körper den Blutfluss bei Verletzungen schnell stoppen können. Eine Kette verschiedener physiologischer Prozesse sorgt dafür, dass das Blut verklumpt, gerinnt und sich eine schützende Schorfschicht bilden kann. Schäden an den Gefäßwänden oder angeborene Störungen der Blutgerinnung können dieses ausgeklügelte Gleichgewicht von Blutfluss und Blutgerinnung beeinträchtigen. Dann drohen Thrombosen.

Was die Blutgerinnung stört

Gut zu wissen

Wie funktioniert der Blutkreislauf?

Arterien und Venen sind die wichtigsten Gefäße für den Blutkreislauf. Durch die Arterien pumpt das Herz sauerstoffreiches hellrotes Blut zu den Organen; die Venen führen sauerstoffarmes dunkelrotes Blut zurück zum Herzen. Dabei müssen sie mit Hilfe der Muskel-Venen-Pumpe gegen die Schwerkraft arbeiten: Werden die Muskeln – etwa beim Gehen – angespannt, pressen sie die zwischen ihnen liegenden Venen zusammen und das Blut in Richtung Herz zurück. Venenklappen sorgen dafür, dass der Lebenssaft nicht wieder in tiefer liegende Abschnitte des Blutgefäßes zurückläuft.

Was sind Gerinnungsfaktoren?

Insgesamt 17 körpereigene Proteine (Eiweißbausteine) sorgen dafür, dass das Blut bei Verletzungen stockt und sich die Wunde verschließen kann. Die Blutgerinnung verläuft in einer Kettenreaktion, der sogenannten Gerinnungskaskade. Jedes der Proteine übernimmt dabei eine eigene Rolle. Wie leicht das Blut gerinnt, hängt vom Zusammenspiel dieser Gerinnungsfaktoren ab. Im Zusammenhang mit Thrombose-Erkrankungen spielen Antithrombin, Protein C und Protein S sowie der Gerinnungsfaktor V Leiden eine besonders wichtige Rolle. Ob die Gerinnungsfaktoren korrekt arbeiten, zeigen Laboruntersuchungen (s. III. Thrombophilie).

Thrombosen – wenn die Blutgefäße verstopfen

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Thrombosen entstehen, wenn Blutgerinnsel die Adern immer weiter zusetzen. Das kann sowohl in den Arterien (Arteriothrombose) als auch in den Venen (Phlebothrombose) passieren. Allerdings treten Blutpfropfen in Venen deutlich häufiger auf als in Arterien. Besonders oft verschließen sie die tiefen Beinvenen und die Beckenvenen.

So entstehen Blutgerinnsel

  • Abscheidungsthrombus
  • Gerinnungsthrombus
  • Gemischter Thrombus

    Abscheidungsthrombus

    Klumpen aus Blutplättchen

    Wird die innere Wand eines Blutgefäßes durch winzige Verletzungen aufgeraut, lagern sich an den beschädigten Stellen Blutplättchen ab und verklumpen. Um den Klumpen herum bildet sich ein Netz aus Fibrin. Wegen der hellen Farbe der Thrombozyten bezeichnen Mediziner den Abscheidungsthrombus auch als „weißen Thrombus“.

    Gerinnungsthrombus

    Zu langsamer Blutfluss

    Verlangsamt sich der Blutfluss (etwa bei Bewegungseinschränkungen durch Gipsverbände) oder kommt er gar zum Stillstand, aktiviert sich das Gerinnungssystem im betroffenen Bereich des Körpers und lässt das Blut im Gefäß erstarren. Dieses Gerinnsel muss nicht mit der Gefäßwand verbunden sein. Weil seine Farbe dem normalen Blut gleicht, bezeichnen Mediziner ihn auch als "roten Thrombus".

    Gemischter Thrombus

    Gerinnsel am Gerinnsel

    Bildet sich ein Abscheidungsthrombus, behindert dieser den Blutfluss – das Blut strömt langsamer durch die betroffene Stelle. Darum kann ein Abscheidungsthrombus einen Gerinnungsthrombus nach sich ziehen. Um dieses Blutgerinnsel zu beschreiben, unterscheiden Mediziner einen hellen "Kopf" (weißer Thrombus) von dem dunklen "Schwanz" (roter Thrombus).

Thrombosen erkennen, behandeln, vermeiden

  • Symptome
  • Diagnose
  • Behandlung

    Symptome

    Schwellung, Schmerzen, Verfärbung

    Geschwollene Knöchel und Unterschenkel sowie Schmerzen und Spannungsgefühl können auf eine verstopfte Vene hinweisen. Aufmerksam sollte auch werden, wer am Bein Hautverfärbungen oder sich stärker als sonst abzeichnende oberflächliche Venen beobachtet. Zudem kann das betroffene Bein sich deutlich wärmer anfühlen. Weiterer Warnhinweis: Schmerzen im Unterschenkel, wenn Druck auf die Fußsohle ausgeübt wird oder beim Strecken des Fußes.

    Diagnose

    Bluttest bringt Klarheit

    Um eine Thrombose festzustellen, nutzen Mediziner auch Laboruntersuchungen . Beim D-Dimer-Test entnimmt der Arzt eine Blutprobe und lässt im Labor auf bestimmte Proteine (D-Dimere) untersuchen. Sie entstehen, wenn der Körper Blutgerinnsel auflöst bzw. aufzulösen versucht. Experten zufolge besitzt dieser Test in Kombination mit einem besonderen Bewertungsverfahren der Symptome hohe Aussagekraft: Liegt die klinische Wahrscheinlichkeit einer Thrombose nach dem Wells-Score niedrig, bedeutet ein negatives Testergebnis Entwarnung – es liegt dann keine behandlungsbedürftige Beinvenenthrombose vor.

    Behandlung

    Schnell reagieren

    Thrombosen sind immer Notfälle, die so schnell wie möglich behandelt werden müssen. Je früher die Therapie beginnt, desto besser stehen die Chancen, das Wachstum des Blutgerinnsels zu stoppen und den Thrombus durch Medikamente aufzulösen. Neben Kompressionsverbänden oder -strümpfen bekommen Patienten gerinnungshemmende Substanzen (Heparin-Präparate). Patienten sollten die Medikamente über einen längeren Zeitraum hinweg nehmen, damit keine weiteren Thrombosen auftreten.

Krankheitsverlauf mit Labortest abschätzen

Laut Behandlungsleitlinie „Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie“ können Ärzte den D-Dimer-Test auch nutzen, um den Verlauf einer Thromboseerkrankung abzuschätzen: Liegen die Werte etwa vier Wochen nach der Behandlung mit Gerinnungshemmern immer noch über der Norm, steigt für diese Patienten die Wahrscheinlichkeit, einen Rückfall zu erleiden.

Achtung, Blutungsneigung

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Wer zur Behandlung oder zur Vorbeugung von Thrombosen blutverdünnende Medikamente wie Heparin oder Marcumar einnimmt, neigt eher zu starken Blutungen als Gesunde. Manchmal können schon leichte Verletzungen zu schweren Blutverlusten führen. Darum sollten Betroffene vor zahnärztlichen Eingriffen, ambulanten oder stationären Operationen den behandelnden Arzt unbedingt darüber informieren, dass sie Blutverdünner einnehmen!

Gut zu wissen

Bestimmte Faktoren und Lebensumstände können das Risiko für eine Thrombose steigern. Einige davon können Verbraucher aktiv positiv beeinflussen:

Alter

Mit dem Alter nimmt auch die Thrombosehäufigkeit zu: Im Alter von 20-35 Jahren trifft es einen von 10.000 Menschen. Bei 50-Jährigen liegt die Rate der Neuerkrankungen schon bei 1:1.000. Am häufigsten erleiden betagte Menschen eine Thrombose – fast einer von 100 ist betroffen. Der Grund: Im Alter lässt die Leistungsfähigkeit der Blutgefäße und der Kreislauforgane nach. Außerdem sind die Venen nicht mehr so elastisch, der Organismus hat häufiger mit Gefäßschäden zu kämpfen. Diese Faktoren erhöhen die Gerinnungsneigung des Blutes.

Bewegungsmangel
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Gipsbein, Bettlägerigkeit nach Operation, lange Reisen im Flugzeug, Bus oder Auto – kann sich der Körper nicht ausreichend bewegen, fehlt dem Blutkreislauf die Unterstützung der Muskel-Venen-Pumpe. Das Blut fließt langsamer und versackt in den Venen. Studien belegen: Flugreisen, die länger als vier Stunden dauern, können das Thromboserisiko um das Zwei- bis Vierfache erhöhen.

Lebensstil

Rauchen und Übergewicht gehören zu den sogenannten erworbenen Risikofaktoren für eine Thrombose. Der blaue Dunst enthält Kohlenmonoxid, das die Gefäßwände schädigt und so den Blutfluss behindert. Wer in der Schwangerschaft raucht, trägt ein 40-fach erhöhtes Risiko, eine Thrombose zu erleiden. Übergewicht belastet die Gefäße ebenfalls. US-amerikanische Forscher konnten zeigen, dass eine tiefe Beinvenenthrombose bei Patienten mit Übergewicht rund zwei Mal häufiger auftrat als bei normalgewichtigen Personen.

Vorerkrankungen

Neben Gefäßkrankheiten wie Krampfadern steigern akute Infektionen, chronisch entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Tumore das Thromboserisiko. Bei Krebspatienten kann zum einen der Tumor selbst die Gerinnungsfähigkeit des Blutes beeinträchtigen oder Gefäßwände beschädigen bzw. Gefäße verengen. Zum anderen beeinflussen auch Chemo- und Strahlentherapie die Blutgerinnung.

Antibabypille und Hormonersatztherapie

Hormone steuern körperliche Prozesse, darunter auch Herzfunktion, Kreislauf und Blutdruck, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie Blutgerinnung. Außerdem wirken sie direkt auf die Gefäßwände. Darum können sowohl die Pille als auch eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren das Thromboserisiko steigern – vor allem, wenn weitere Risikofaktoren wie Übergewicht oder Rauchen hinzukommen.

Thrombophilie – wenn das Blut zu leicht gerinnt

Fast zehn Prozent der Menschen in Deutschland neigen aufgrund genetischer Gerinnungsstörungen seit ihrer Geburt verstärkt zu Blutgerinnseln. Auslöser dieser Thrombophilie können neben Veränderungen der Gefäßwände auch veränderte Eigenschaften von Blutzellen, Blutplasma oder der Blutströmung sein. Sie ist besonders gefährlich, wenn sich zum ersten Mal ein Blutgerinnsel bildet. Laut Experten der Deutschen Gesellschaft für Angiologie liegt bei Betroffenen das Risiko eines Gefäßverschlusses um bis zu 80 Mal höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung.

Genetische Gerinnungsdefekte und Thrombophilie

  • APC-Resistenz
  • Prothrombin-Mutation
  • AT, Protein C, Protein S

    APC-Resistenz

    Bluttests finden Gen-Mutation

    Ursache dieser Gerinnungsstörung ist ein defektes Gerinnungsgen. Es verursacht eine zu geringe Reaktion in der Gerinnungskaskade auf das aktivierte Protein C (APC). Am häufigsten löst eine Mutation des Gerinnungsfaktors V diese Form der Thrombophilie aus: 30 Prozent aller venösen Thromboembolien gehen auf die Faktor V Leiden-Mutation zurück. Rund sechs Prozent der Gesamtbevölkerung sind davon betroffen. Ärzte können mittels Labortest abklären, ob bei ihren Thrombosepatienten diese Mutation vorliegt.

    Prothrombin-Mutation

    Quick-Test findet Thrombose-Auslöser

    Medizinisch korrekt lautet die vollständige Bezeichnung dieses Gendefekts Prothrombinmutation G20210A. Ähnlich wie bei der APC-Resistenz stört auch diese Veränderung den reibungslosen Ablauf der Gerinnungskaskade: Faktor II der Blutgerinnung, das Prothrombin, wird nicht mehr richtig reguliert. Nach der Faktor V Leiden-Mutation verursacht diese Genmutation die meisten venösen Thromboembolien. Um diese Gerinnungsstörung festzustellen, können Ärzte mit dem sogenannten Quick-Test untersuchen lassen, wie schnell das Blut gerinnt. Außerdem zeigt der Test, ob  die gerinnungshemmenden Medikamtente wirken.

    AT, Protein C, Protein S

    APC-Tests spüren Rückfallrisiken auf

    Seltener als die Faktor V Leiden-Mutation und die Veränderung des Prothrombins sind familiäre Defekte von bestimmten Faktoren, die die Gerinnung hemmen: Antithrombin, Protein C oder Protein S. Wirken diese nicht ausreichend oder verfügt der Organismus über zu geringe Ressourcen an diesen Stoffen, gerinnt das Blut ebenfalls leichter und die Thrombosegefahr steigt. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Angiologie steigt bei diesen Störungen vor allem die Wahrscheinlichkeit, wiederholt eine Thrombose zu bekommen. Ob diese drei Gerinnungshemmer ausreichend vorhanden sind und richtig arbeiten, zeigen Laboruntersuchungen.

Hinweise auf Thrombophilie

Nicht jede Thrombose deutet auf eine Thrombophilie hin. Aufmerksam sollten Betroffene bei diesen Anzeichen werden:

  • Alter unter 45 Jahren
  • wiederkehrende Thrombosen
  • Thrombosen an ungewöhnlichen Stellen (z.B. Armvenen)
  • familiäre Häufung von Thrombosen

Blutgerinnung in der Schwangerschaft

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Schwangere und Frauen im Wochenbett tragen ein etwa sechs Mal so hohes Risiko, eine Thrombose in den Bein- oder Beckenvenen zu bekommen wie Nichtschwangere. Der Grund: In der Schwangerschaft verändern sich die Zusammensetzung des Blutes und die Aktivität der Gerinnungsfaktoren – der Lebenssaft stockt besonders leicht. Außerdem verändert sich der Hormonhaushalt. So bildet der Organismus vermehrt Gelbkörperhormone (Progesteron), die die Gefäßwände elastischer machen. Daher weiten sich die Venen, das Blut fließt langsamer. Auch nach der Geburt bleibt das Thromboserisiko noch etwa für 12 Wochen erhöht. Besonders achtsam sollten frisch gebackene Mütter sein, die per Kaiserschnitt entbunden haben.

Welche Frauen sind besonders gefährdet?

Wenn werdende Mütter in vorangegangenen Schwangerschaften oder vor einer Schwangerschaft bereits eine Thrombose hatten, müssen sie eher damit rechnen, auch in der aktuellen Schwangerschaft an einem Blutgerinnsel zu erkranken. Kommen zusätzliche Risikofaktoren wie etwa Übergewicht, Bluthochdruck oder familiäre Vorbelastung hinzu, steigt das Thromboserisiko weiter an. Frauen mit Thrombophilie erleiden zudem häufiger Fehlgeburten als Frauen mit gesunder Blutgerinnung. Ob Frauen eine Thrombophilie haben, kann der Arzt vor Beginn einer Schwangerschaft mit Blutuntersuchungen im Labor zuverlässig klären.

Was können Betroffene tun?

Frauen, in deren Familie Thrombosen häufiger vorkommen oder bei denen in einer früheren Schwangerschaft Blutungskomplikationen auftraten, sollten ihre Blutgerinnungswerte mit Labortests vom Arzt abklären lassen. Sinnvoll ist eine Untersuchung auch bei Frauen, die bei früheren Schwangerschaften eine Präeklampsie entwickelten oder wiederholte Fehlgeburten hatten: Bei 25 Prozent aller Frauen mit spontanen Fehlgeburten stellen Mediziner eine Blutgerinnungsstörung fest. Weisen die Testergebnisse auf eine Thrombophilie hin, kann eine Heparin-Therapie während der Schwangerschaft Blutungen und Thrombosen entgegen wirken.

Wann zum Arzt?

Experten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und des Berufsverbands der Frauenärzte raten: Schwangere sollten immer dann ihren Arzt einschalten, wenn ein Bein schmerzhaft anschwillt, sich bläulich verfärbt oder die oberflächlichen Venen der Beine stärker mit Blut gefüllt sind.

Labortests erkennen Risiko

Wie es um die Gerinnungsneigung des Blutes bestellt ist, kann der Arzt mit Hilfe von Gen- und Gerinnungstests schon zu Beginn der Schwangerschaft feststellen. Dazu entnimmt er eine Blutprobe und lässt sie im Labor auf so genannte Gerinnungsfaktoren untersuchen. Sollte sich eine angeborene oder dauerhaft erworbene Thromboseneigung herausstellen, können Betroffene zum Beispiel mit Heparinpräparaten vorsorgen. Das Medikament gefährdet weder Mutter noch Kind und schützt auch in den ersten Monaten nach der Geburt vor Blutgerinnseln.

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