Mann, oh Mann! - So bleiben Männer gesund

Männer haben keine Angst, können enorm viel leisten und werden nie krank. Zumindest scheinen viele Männer das zu denken, denn um ihre Gesundheit kümmern sie sich kaum – zumindest in der Praxis. Seit der Erstveröffentlichung des IPF-Fokus Männergesundheit im Jahr 2013 hat sich daran offenbar nur wenig verändert. Studien aus dem Jahr 2017 zufolge wissen Männer zwar um die Angebote zur Gesundheitsvorsorge: 80 Prozent der Männer in Deutschland kennen Check-up 35 und fast alle (90 Prozent) die Angebote zur Krebsvorsorge. Genutzt werden die diversen Untersuchungen jedoch nur von jedem vierten Mann. Das hat Folgen: Männer sterben statistisch gesehen fünf Jahre früher als Frauen.

 

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Häufigste Todesursachen: Herz und Krebs

Statistisch verkürzen vor allem die Koronare Herzkrankheit (KHK) und akuter Herzinfarkt sowie Krebserkrankungen der Lunge, der Prostata und des Darms das Leben von Männern. An diesen Erkrankungen bzw. Krebsarten sterben sie am häufigsten. So erlagen im Jahr 2015 in Deutschland laut amtlicher Todesursachenstatistik insgesamt 58.565 Männer einer KHK oder einem Herzinfarkt. Dem 2017 erschienenen Bericht „Krebs in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts (RKI) lagen Prostata- und Darmkrebs mit je rund 11 Prozent auf Platz zwei und drei der Statistik zu Krebssterbefällen bei Männern.

Labortests: einfach einsteigen in die Gesundheitsvorsorge

Vorsorge für Herz und Kreislauf

Regelmäßig zum Check-up 35

Ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind unter anderem zu hohe Blutfettwerte und Diabetes. Ab einem Alter von 35 Jahren hat jeder gesetzlich Versicherte Anspruch auf den Check-up 35. Alle zwei Jahre kontrollieren Ärzte anhand von Blutproben, wie es um Cholesterin- und Blutzuckerwerte steht. Mittels Urintest klärt sich auch, ob sich etwa eine Diabetes-Erkrankung anbahnt. Der Urintest ermöglicht es zudem, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Laborwert-Challenge: Da geht noch was!

Bluprobenröhrchen liegen auf Laboranforderungsbogen
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Beruhigend: Schlechte Laborwerte sind in der Regel kein Schicksal. Je nach Testergebnis können Männer aktiv an ihrer Herzgesundheit arbeiten: Ausdauerbetonter Sport senkt nachweislich Blutdruck, Blutfett- und Blutzuckerwerte, weniger Alkohol und mehr Grünes auf dem Teller beeinflussen Gewicht und Stoffwechsel ebenfalls günstig. Im Rahmen des Check-up 35 wird der Arzt per Labortest die Werte regelmäßig kontrollieren. So erleben die Patienten, dass ihre Vorsorgeaktivitäten Wirkung zeigen.

Gezielte Tests bei Risiken fürs Herz

Über den Check-up 35 hinaus gibt es weiterführende Laboruntersuchungen, mit denen Ärzte frühzeitig mögliche Funktionsstörungen des Herzens wie etwa einer Herzinsuffizienz feststellen können. Besteht ein begründeter Krankheitsverdacht, dann zahlt die Krankenkasse auch solche zusätzlichen Labortests.

Vorsorge gegen Krebs

Darmkrebsvorsorge mit Labortest

Experten sind sich einig:  Entdecken Mediziner im Rahmen der Vorsorge Vorstufen von Darmkrebs rechtzeitig, dann muss die Erkrankung gar nicht erst ausbrechen. Erste Hinweise auf mögliche Tumore im Darm geben unsichtbare Blutspuren im Stuhl – und diese lassen sich ganz unkompliziert mittels hochempfindlicher Labortests erkennen. Alles, was Männer dafür tun müssen: Eine Stuhlprobe an den Arzt senden.

 

Die Vorsorge mit dem immunologischen Stuhltest (iFOBT) beginnt ab einen Alter von 50 Jahren. Versicherten steht diese Untersuchung jedes Jahr zu. Entdecken Labormediziner kritische Werte, können Ärzte mit einer Darmspiegelung Klarheit schaffen. Ab einem Alter von 55 Jahren haben zudem alle Versicherten einen Anspruch auf die Darmspiegelung. Vorteil: Verändertes Gewebe, aus dem sich auf lange Sicht Tumore entwickeln könnten, kann der Arzt bei der Untersuchung gleich abtragen.

Darmkrebsvorsorge schon ab 45?

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Um die Darmkrebsvorsorge für Männer noch effektiver zu gestalten, fordern Experten einen früheren Beginn der Vorsorge-Darmspiegelung. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) plädiert dafür, dass Männer die Untersuchung bereits ab dem Alter von 50 Jahren durchführen lassen können. Der Grund: Die Häufigkeit des kolorektalen Karzinoms steigt bei Männern ab diesem Alter deutlich an. Die Experten wollen zudem anhand von Studien klären, ob die Vorsorge bereits im Alter ab 45 Jahren beginnen sollte.

PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern und verursacht nach Lungenkrebs die meisten krebsbedingten Todesfälle bei Männern. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt laut RKI-Bericht bei 70 Jahren. Die Früherkennungsuntersuchungen starten deutlich früher: Ab einem Alter von 45 Jahren können Männer jährlich eine Tastuntersuchung in Anspruch nehmen. Die Kosten der Untersuchung tragen die Krankenkassen. Bei der Früherkennung hilft zudem ein einfacher Labortest. Aus einer Blutprobe bestimmen Labormediziner den PSA-Wert. PSA steht für „Prostata-spezifisches Antigen“. Krebszellen produzieren bis zu zehnmal mehr PSA als gesunde Zellen. Liegt der Wert über der Norm, empfehlen Experten weitere Untersuchungen.

PSA-Test soll Kassenleistung werden

Ärztin informiert Patienten vor dem Monitor
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Bisher müssen Männer den PSA-Test selbst bezahlen. Erst wenn ein konkreter Krankheitsverdacht besteht, übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Der Grund: Seit Jahren streiten sich Experten, ob ein Screening auf Prostatakrebs mittels PSA-Tests tatsächlich Vorteile für betroffene Männer bringt. Eine Neuauswertung großer europäischer und US-amerikanischer Studien zeigt nun: Für jedes Jahr, in dem das Karzinom früher entdeckt wird, sinkt die Prostatakrebs-bedingte Sterblichkeit um sieben bis neun Prozent. Urologen sprechen sich daher dafür aus, dass der PSA-Test zukünftig zur Kassenleistung wird.

Neues Vorsorgeangebot seit Januar 2018: Bauchaortenaneurysma

Männer über 65 Jahre, die gesetzlich krankenversichert sind, profitieren seit dem 1. Januar 2018 von einer neuen Kassenleistung: der Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von gefährlichen Erweiterungen der Bauchschlagader (Aneurysma). Eine krankhaft erweitere Bauchschlagader kann reißen und zu schwersten inneren Blutungen führen. Dann wird es für Betroffene lebensgefährlich. Studien zeigen, dass etwa vier bis acht Prozent Männer ein Aneurysma an der Bauchschlagader entwickeln – etwa achtmal so viel wie Frauen. Das größte Risiko tragen sie im Alter ab 65 Jahren. Rauchen, Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte begünstigen das Risiko für die Erkrankung.

Businessplan Gesundheit: gesünder leben heißt länger leben

Männer können Lebensjahre hinzugewinnen, wenn sie ihren Lebensstil umstellen. Das zeigt die so genannte Klosterstudie von 2002. Der Bevölkerungswissenschaftler Marc Luy wies nach, dass unter vergleichbaren Lebensumständen – im Kloster – Mönche annähernd so lange leben wie Nonnen. Im Rest der Welt dagegen müssen sich die männlichen Vertreter mit fünf Jahren weniger zufriedengeben. Der Welt entsagen müssen Männer jedoch nicht: Gesünder ernähren, mehr Bewegung und Stress ausgleichen können sie auch außerhalb der Klostermauern. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, die Erfolge des persönlichen Gesundheitsmanagements zu überprüfen.

 

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© Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF)

Männergesundheit: Risikofaktoren im Überblick

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Neben regelmäßiger Vorsorge können Männer jeden Tag selbst viel dafür tun, gesund zu bleiben. Studien zufolge bergen auch Lebensstil und kulturelle Leitbilder Gesundheitsrisiken für Männer.

 

 

Riskanter Lebensstil kostet Lebensjahre

Anfang 2013 veröffentlichte die britische Krebsforschungsgesellschaft eine groß angelegte Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, für Männer im Geschlechtervergleich um 35 Prozent höher – denn statistisch gesehen trinken sie mehr Alkohol, sind öfter übergewichtig und rauchen mehr. Diese Faktoren, insbesondere das Übergewicht, steigern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aktuelle Berichte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von 2017 belegen: Übergewicht tritt bei Männern nicht nur besonders häufig, sondern auch in vergleichsweise jungen Jahren auf. Bereits ab einem Alter von 30 bis 35 Jahren stellen Männer mit Übergewicht die Mehrheit in Deutschland.

  • Übergewicht
  • Essverhalten
  • Besser so

    Übergewicht

    Pfundskerle sterben früher

    Nach dem aktuellen Bericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hat die Mehrzahl der Männer schon ab Anfang bis Mitte 30 eindeutig zu viel auf den Rippen. Mehr als jeder Zweite (59 Prozent) schleppt Übergewicht mit sich herum. Am Ende des Berufslebens sind es fast schon drei Viertel (74,2 Prozent). Längst ist erwiesen: Übergewicht führt zu Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Und auch einige Krebserkrankungen können durch die Ernährung begünstigt werden.

     

     

    Essverhalten

    Hauptsache, es schmeckt?

    Ein Grund für die überflüssigen Pfunde liegt im Essverhalten der meisten Männer. Laut der Ernährungs-Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2017 steht für jeden zweiten Mann (51 Prozent) beim Thema Essen der Genuss im Vordergrund. Dem Gesundheitsaspekt gibt nur gut ein Drittel den Vorrang (36 Prozent). Fett gehört zu einem guten Essen unbedingt dazu, Gemüse, frisches Obst oder vegetarische Gerichte stehen dagegen selten auf dem Speiseplan.

     

     

    Besser so

    Power Food

    Auf ein Steak ab und zu muss niemand verzichten. Gemüse und Salat dazu machen aber nicht nur satt: Vitamine und Mineralstoffe in den grünen Beilagen fördern Konzentration und Leistungsfähigkeit. Das können Pommes nicht. Wem Gemüse putzen und schnippeln zu aufwändig ist, der kann stattdessen hochwertiges Tiefkühlgemüse essen.

  • Rollenbild
  • Folgen
  • Besser so

    Rollenbild

    Erfolg im Beruf als Maßstab

    Eine umfassende Studie des Gesundheitsamts Bremen weist darauf hin, dass Männer gesellschaftlich immer noch vor allem auf die Rolle des Familienernährers festgelegt werden. Ihr Selbstwertgefühl beziehen die meisten nach wie vor aus ihrem beruflichen Erfolg. Arbeitslosigkeit oder schlecht bezahlte, unsichere Arbeitsverhältnisse werten sie als Versagen. Da ihnen zudem sozial akzeptierte Alternativen zur Erwerbstätigkeit deutlich weniger offen stehen als Frauen, sind sie bei Krisen im Beruflichen anfälliger für psychische Erkrankungen.

     

    Quelle:
    Die Gesundheit von Männern ist nicht die Gesundheit von Frauen
    (Gesundheitsamt Bremen)

    Folgen

    Gefährliche Kompensation

    Ob Jobverlust, Stress im Job oder Lebenskrisen: Das traditionelle Gesellschafts- und Selbstbild vom „starken Geschlecht“ verhindert häufig, dass Männer in belastenden Situationen Unterstützung suchen. Stattdessen greifen sie statistisch gesehen verstärkt zu „Tröstern“ wie Alkohol, Zigaretten oder Medikamenten. Nach Zahlen des RKI liegt der Anteil der männlichen Alkoholrisikokonsumenten in allen Altersstufen um etwa zehn Prozent über dem weiblichen. Und mit rund 23 Prozent fällt der Anteil der Männer, die an einem durch Tabakkonsum auslösbaren Krebs erkranken, besonders hoch aus.

    Quelle:
    Gesundheit von Frauen und Männern effektiv fördern
    (Robert Koch-Institut)

    Besser so

    Selbstbewusstes Gesundheitsmanagement

    Womöglich glänzt das Bild des unerschrockenen Alltagshaudegens mehr – gesünder verhält sich jedoch der selbstbewusste Gesundheitsmanager. Gegen Überlastung im Job helfen Absprachen mit den Kollegen, Teamwork und wenn möglich, Aufgaben zu delegieren. Feste Termine mit Freunden, für Sport oder mit der Familie sorgen für einen pünktlichen Feierabend und Ausgleich. Verlässliche Freundschaften bilden darüber hinaus ein „soziales Immunsystem“: Wer sich mit Freunden über Bedrückendes austauschen kann, gewinnt schneller wieder neue Perspektiven.

  • Diabetes
  • Vorsorgetipp des IPF-Experten
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    Diabetes

    Männer riskieren bei Übergewicht eher, an Diabetes zu erkranken, als Frauen: Ab 55 Jahren werden sie doppelt so häufig zuckerkrank. Bei ihnen sammeln sich überflüssige Kilos meist um die Körpermitte an und belasten den Stoffwechsel. Mehrere Studien zeigen, dass Bauchfett das Diabetesrisiko erhöht. Es macht die Körperzellen unempfindlich gegen Insulin und treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe.

    Vorsorgetipp des IPF-Experten

    Das sagt IPF-Experte Dr. med. Günter Karl Theis, Internist und Spezialist für Männermedizin:

    „Werden Sie Übergewicht und Bauchfett los. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und gezieltes Muskeltraining helfen dabei. Regelmäßige Blutzuckertests im Rahmen der Vorsorge zeigen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder nachsteuern müssen.“

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    Weitere Informationen bietet das IPF-Faltblatt

  • Prostatakrebs
  • Vorsorgetipp des IPF-Experten
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    Prostatakrebs

    Prostatakrebs ist mit einem Anteil von 26 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Nach Angaben des RKI und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID) tritt diese Krebsart im Durchschnitt ab etwa 69 Jahren auf. Wird der Tumor so früh erkannt, dass er noch auf die Vorsteherdrüse beschränkt ist, überleben nahezu alle Betroffenen den Krebs.

    Vorsorgetipp des IPF-Experten

    Das sagt IPF-Experte Dr. med. Günter Karl Theis, Internist und Spezialist für Männermedizin:

    „Prostatakrebs kann im Frühstadium bei 90 Prozent der Betroffenen sehr gut behandelt und sogar geheilt werden. Nutzen Sie ab 45 Jahren die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen. Der Arzt tastet die Prostata, die äußeren Geschlechtsorgane und die zugehörigen Lymphknoten auf Veränderungen ab. Falls in Ihrer Familie Vater, Onkel oder Großvater schon im Alter von unter 60 Jahren an Prostatakrebs erkrankt sind, sollten Sie schon ab 35 Jahren zur Vorsorge gehen. Ein PSA-Test kann helfen, das Krebsrisiko rechtzeitig zu erkennen.“

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    Weitere Informationen bietet das IPF-Faltblatt

  • Erektionsstörungen
  • Vorsorgetipp des IPF-Experten
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    Erektionsstörungen

    Viele Männer reagieren sehr verunsichert, wenn ihr Sexualleben unter Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) leidet. Oft vermuten sie dann eine psychische Ursache. Dabei stecken hinter Potenzstörungen häufig Warnsignale des Körpers: In 80 Prozent der Fälle verursachen organische Erkrankungen das scheinbar seelische Problem, so Experten der Stiftung Männergesundheit. Am häufigsten weisen Potenzstörungen auf Bluthochdruck und Arteriosklerose hin. Auch Diabetes und neurologische Erkrankungen führen immer wieder zu derartigen Problemen. In einigen Fällen können zudem Fettstoffwechselstörungen, chronische Leber- oder Nierenfunktionsstörungen die erektile Dysfunktion verursachen. Labortests helfen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

    Vorsorgetipp des IPF-Experten

    Das sagt IPF-Experte Dr. med. Günter Karl Theis, Internist und Spezialist für Männermedizin:

    „Erektionsstörungen sind ein wichtiges Warnsignal für zum Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes mellitus. Wenn Sie über sechs Wochen mehrmaliges Versagen bei sich feststellen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Er kann mit Labortests organische Ursachen abklären.“

Depression: Männer-Krankheit im Verborgenen

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Experten schätzen, dass zwischen sechs und neun Prozent der Männer an Depressionen leiden. Diese Zahlen sagen jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn vermutlich verbirgt das sogenannte starke Geschlecht Depressionen nur besser. Die hohe Selbstmordrate der Männer weist darauf hin: In Deutschland suizidieren sich dreimal mehr Männer als Frauen. Experten der Stiftung Männergesundheit gehen davon aus, dass Depressionen bei 60 bis 90 Prozent der Erkrankten nicht erkannt, geschweige denn behandelt werden.

Männer leiden anders

  • Körper statt Seele
  • Betäuben statt behandeln

    Körper statt Seele

    Anstatt über seelische Wunden zu klagen, sprechen Männer eher über Rückenschmerzen, Magenverstimmungen oder Herzbeschwerden. Statt niedergeschlagen und antriebslos zu sein, äußern sie die negative Stimmungslage in Wutausbrüchen und aggressiven Übergriffen. Zudem leiden sie unter sexuellen Problemen wie Erektionsstörungen. Dies macht ihnen oft besonders schwer zu schaffen, da sie um ihre Männlichkeit fürchten.

    Betäuben statt behandeln

    Ob fanatisches Training für den Marathon oder endlose Arbeitstage im Büro – mit exzessivem Verhalten versuchen Männer oft, die scheinbare Bedrohung der Männlichkeit zu kompensieren. Auch der Missbrauch von Alkohol und Drogen ist eine typische Reaktion. Da dies oft weder den Betroffenen noch den behandelnden Ärzten bewusst ist, werden lediglich die Symptome behandelt. Die eigentliche Ursache bleibt unerkannt.

Therapie hilft

IPF-Beirat und Männergesundheitsexperte Dr. med. Günter Karl Theis
"Depressionen sind gut therapier- und heilbar. Betroffene Männer und ihre Angehörigen sollten das Thema beim Arztbesuch offen ansprechen und gegebenenfalls bei einem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie Hilfe suchen. Er stellt Medikamente individuell auf den Betroffenen ein, so dass dieser weitere Therapiemaßnahmen angehen und gesunden kann."

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07.03.2018