Studien sagen Diabetes Typ 1 den Kampf an

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Mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren in Deutschland leiden unter Diabetes Typ 1 – der häufigsten Stoffwechselerkrankung im Kinder- und Jugendalter. Mehrere Studien sollen aktuell dazu beitragen, Erkrankungsrisiken bei Kindern frühzeitig zu erkennen und die Krankheit zu lindern oder sogar ganz zu verhindern.

Risiko per Bluttest einschätzen

Freder1k, Fr1da und Fr1dolin – hinter diesen Namen verbergen sich drei groß angelegte Studien zu Diabetes Typ 1 unter der Führung des Helmholtz Zentrums München. 90.000 Kinder haben bereits an dem Screening teilgenommen. Um die Forschung voranzutreiben, suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler derzeit nach weiteren Studienteilnehmern im Säuglings- und Kindesalter. Dabei soll bei ihnen zunächst per Bluttest bestimmt werden, wie hoch ihr Risiko ist, an Diabetes Typ 1 zu erkranken. Die Untersuchung kann in Niedersachsen, Sachsen und Bayern im Rahmen der U-Vorsorgeuntersuchungen stattfinden. Kinder haben die Möglichkeit, an anschließenden Präventionsstudien teilzunehmen.

Hoffnung auf eine Welt ohne Diabetes Typ 1

Das Ziel der intensiven Forschung: den Ausbruch von Diabetes Typ 1 komplett zu verhindern. Auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist, geben Untersuchungen mit Insulinpulver Anlass zur Hoffnung. Studien weisen darauf hin, dass eine frühe Gabe von Insulinpulver – über einen längeren Zeitraum täglich eingenommen – das Immunsystem so „umprogrammieren“ kann, dass die Krankheit nicht ausbricht.

 

Quellen:

Ärztezeitung

Kampagne „A world without 1“