Schwangerschaftsdiabetes: Experten fordern Kostenerstattung für Blutzuckermessgeräte

Bild: Astroid - Adobe Stock

Jährlich entwickeln über 40 000 Schwangere einen Diabetes mellitus. Damit zählt Diabetes in der Schwangerschaft (Gestationsdiabetes zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Betroffene Frauen müssen ihre Blutzucker- oder Glukosewerte regelmäßig kontrollieren. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert: Die Krankenkassen sollen die Kosten für die erforderlichen Messgeräte und Teststreifen verbindlich übernehmen.

Steigender Bedarf an Blutzuckerkontrolle

In den vergangenen 15 Jahren ist in Deutschland die Zahl der Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes stark angestiegen – von knapp 1,5 auf etwa 5,4 Prozent aller Schwangerschaften. Ursachen dafür sehen Mediziner einerseits in der verbesserten Diagnostik, die mehr Betroffene erfassen kann. Andererseits steigt auch die Zahl der Frauen, die in höherem Alter und mit Übergewicht in die Schwangerschaft starten. Diese Faktoren begünstigen die Entwicklung von Diabetes in der Schwangerschaft.

Regelmäßige Blutzuckerkontrolle unabdingbar

Bleibt Gestationsdiabetes unbehandelt oder reguliert die Behandlung den Blutzuckerwert nicht ausreichend, drohen Mutter und Kind Gesundheitsschäden. Dazu gehören etwa Wassereinlagerungen, Nierenerkrankungen, Depressionen während und nach der Schwangerschaft, Herz-Kreislauferkrankungen und chronische Harnwegsinfektionen. Mutter und Kind tragen zudem ein höheres Risiko, später im Leben einen Typ 2-Diabetes zu entwickeln. Umso wichtiger ist es, dass die werdende Mutter ihre Blutzuckerwerte regelmäßig überprüft. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert den GKV Spitzenverband daher auf, Blutzuckermessgeräte samt Teststreifen auch für Schwangere mit Gestationsdiabetes in den Hilfsmittelkatalog aufzunehmen.

 

Quelle:

Deutsche Diabetes Gesellschaft