Nationalen Aktionsplan Diabetes unterstützen

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Experten und Patientenorganisationen fordern seit fünf Jahren einen Nationalen Aktionsplan Diabetes. Im Vorfeld der Bundestagswahl hat die Deutsche Diabetes-Hilfe im Rahmen ihrer Kampagne „Diabetes STOPPEN. Jetzt handeln!“ eine Mitmach-Aktion ins Leben gerufen, um der Forderung nach einer systematischen Verbesserung der Versorgung, Früherkennung, Schulung von Betroffenen und strukturierter Selbsthilfe Nachdruck zu verleihen. Interessierte können sich auf der Kampagnen-Webseite diabetes-stoppen.de unmittelbar beteiligen. 20 von 28 EU-Ländern haben schon einen Nationalen Diabetesplan.

Volkskrankheit Diabetes

6,7 Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes, täglich kommen 1.000 neue Patienten hinzu. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordert daher zusammen mit den Mitgliedsorganisationen einen Nationalen Diabetesplan. Er soll eine bestmögliche Versorgung sichern, einen gesunden Lebensstil fördern und die Selbsthilfe stärken. Diabetes ist eine Krankheit mit Folgen: Langfristig können sich Erblindung, Nierenversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Amputationen einstellen. Auch das Risiko, im Alter eine demenzielle Erkrankung zu entwickeln, steigt. Zudem leidet häufig auch die Seele: Menschen mit Diabetes haben doppelt so häufig Depressionen als Nichtdiabetiker. Ein gutes Gesundheitsmanagement ist für Diabetes-Patienten daher besonders wichtig.

Betroffene und Unterstützer im Kontakt mit politischen Entscheidern

Ein Nationaler Aktionsplan Diabetes muss von Regierung und Parlament beschlossen werden. Vorteil: Er enthält verbindliche Zielvorgaben, auf dessen Basis auch Leistungserbringer im Gesundheitswesen in die Pflicht genommen werden. Um die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans Diabetes voranzutreiben, können alle Interessierten sich über die Webseite www.diabetes-stoppen.de direkt an ihre Wahlkreisabgeordneten wenden und für die Umsetzung werben.  Außerdem besteht die Möglichkeit, eine E-Card mit dem eigenen Foto, die die persönliche Diabetes-Last thematisiert, an Bundeskanzlerin Angela Merkel oder den Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu senden. Auch in sozialen Medien können Unterstützer über die Kampagne informieren und sie weiter bekannt machen.

 

Quelle:

Deutsche Diabetes Hilfe