Gesunde Lunge: Tuberkulose erkennen und behandeln

Tuberkulose hält sich auch in Deutschland hartnäckig. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Robert Koch-Instituts (RKI). Zwar erkranken bundesweit jährlich nur etwas mehr als fünf von 100.000 Einwohnern. Allerdings beobachten die Epidemiologen, dass die Zahl der Betroffenen seit nunmehr vier Jahren kaum noch abnimmt. Zum Deutschen Lungentag am 20. September weist das IPF darauf hin, dass jeder Husten, der länger als drei Wochen dauert, vom Arzt untersucht werden sollte. Tests klären, ob eine Tuberkulose vorliegt.

Lunge am häufigsten betroffen

Tuberkulose gehört zu den bakteriellen Infektionen. In mehr als drei von vier der im Jahr 2012 gemeldeten Fälle befielen die Krankheitserreger die Lunge. Etwa acht von zehn Erkrankten litten an offener Lungentuberkulose. Weil die Betroffenen tuberkulöse Gewebepartikel über die Bronchien aushusten, gefährden sie auch die Menschen in ihrer Umgebung: Schon ein bis drei Tuberkulosebakterien genügen, um sich anzustecken. 2012 fanden Mediziner zudem bei mehr als einem Drittel der Lungentuberkulosepatienten so viele Mykobakterien im Auswurf, dass sie diese schon bei bloßer Betrachtung unter dem Mikroskop erkennen konnten. Von dieser mikroskopisch positiven Form geht das höchste Ansteckungsrisiko aus.

 

Frühe Diagnose wichtig

Unbehandelt begünstigt Tuberkulose Resistenzen gegen die Medikamente der Tuberkulosetherapie. So weit muss es nicht kommen: Mit immunologischen Bluttests lässt sie sich frühzeitig erkennen, ob bestimmte Abwehrzellen freigesetzt wurden, die auf den Kontakt mit Tuberkulosebakterien schließen lassen. Bei Betroffenen, deren Gesundheit ein besonders schnelles Testergebnis erfordert (etwa Kleinkinder oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen), können Labormediziner molekularbiologische Verfahren nutzen. Mit ihnen prüfen sie Blut oder Auswurf auf DNA-Spuren der Erreger. Um ganz sicher zu gehen und den richtigen Bakterienstamm zu bekämpfen, muss aber immer zusätzlich eine Bakterienkultur angelegt werden.

 

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