Kühle Sommertage - Blase schützen

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Seit Donnerstag ist Sommer - zumindest im Kalender. Für die nächsten Tage prophezeihen Meteorologen jedoch eher kühle Temperaturen. Am geplanten Grillabend oder dem gemeinsamen Fußball-Gucken im Garten kann man dennoch draußen Spaß haben. Frauen sollten dabei aber auf gute Wärmepolster von unten achten. Bei Kälte haben Bakterien aufgrund schwächelnder Abwehr und geringerer Durchblutung im Beckenbereich leichtes Spiel. Schnell kommt es dann zu einer Blasenentzündung.

Informationsquelle Urin

50 bis 70 Prozent aller Frauen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer Blasenentzündung. Schmerzen im Unterleib, Brennen beim Wasserlassen und ständiger Harndrang sind typische Symptome für die Erkrankung. Eine Urinanalyse aus dem Labor schafft Klarheit darüber, ob ein Harnweginfekt vorliegt. Dazu zählen Labormediziner die Anzahl von Bakterien sowie der weißen Blutkörperchen im Urin aus und bestimmen die Menge roter Blutkörperchen und Pilzen im Harnsediment.

Harnwegsinfektion gezielt behandeln

Blasenentzündungen lassen sich mit Antibiotika gut behandeln. Die Medikamente bekämpfen die Erreger, lindern so die Schmerzen und reduzieren den häufigen Harndrang. Wichtig: Bessern sich die Beschwerden, dürfen Patientinnen die Antibiotika nicht einfach vor Ablauf der vorgesehenen Therapiedauer absetzen. Dann besteht die Gefahr, dass die Infektion erneut aufflammt. Ein Antibiogramm hilft dabei, das wirksamste Antibiotikum zu finden. Dazu ermitteln Labormediziner aus einer Urinkultur den Erregertyp und testen, auf welche Antibiotika er anspricht.

 

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