Herz und Hitze

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Nach vorübergehender Abkühlung sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen wieder deutlich über 30 Grad klettern. Je nach Region bedeutet das mitunter Sprünge von mehreren Grad auf dem Thermometer. Solche Kapriolen können Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schaffen machen.

Temperatursprünge steigern Herzinfarktrisiko

Arbeitet sich das Quecksilber im Thermometer von einem Tag auf den anderen um fünf Grad in die Höhe, klettert auch die Infarktwahrscheinlichkeit für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) um rund 60 Prozent. Problematisch: Nicht alle Betroffenen wissen, dass ihr Herz geschwächt ist. Statistiken zählen zwar etwa zwei bis drei Millionen Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Mediziner gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

Herzgesundheit mit Labortest prüfen

Erste Anzeichen einer Herzschwäche ist Atemnot bei Anstrengungen. Kommen geschwollene Fußgelenke oder häufiger Harndrang in der Nacht hinzu, sollten Betroffene ihr Herz untersuchen lassen. Erste Hinweise auf einen kranken Herzmuskel gibt das Blut. Zeigt sich im Labortest eine erhöhte Konzentration bestimmter Peptide, besteht der Verdacht, dass die Pumpleistung des Herzens nachlässt. Dann sollte ein Spezialist zu Rate gezogen werden. Je früher eine Herzinsuffizienz entdeckt wird, desto besser kann das Herz noch unterstützt werden.