Hepatitis C: Risiko Tattoo

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Tattoos liegen im Trend. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) tragen bereits 12 Prozent der Menschen in Deutschland den Hautschmuck. Allerdings ist nur den wenigsten bekannt, dass die Prozedur des Tätowierens nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch das Risiko für Hepatitis C-Infektionen steigert. Studien belegen jedoch: Die Rate der Hepatitis-Infektionen liegt bei Menschen mit Tattoo nahezu dreimal so hoch wie bei Menschen ohne Tattoo.

Tattoonadel als Infektionsquelle

Ein Tattoo geht unter die Haut: Damit die Motive auf Arm, Bein oder anderen Körperregionen sichtbar werden, durchstechen kleine Nadeln die obersten Hautschichten und transportieren so die Tattoo-Farben in die Lederhaut. Das feine Gefäßnetzt dieser Hautschicht kann im Blut auch Krankheitserreger transportieren. Von hier aus gelangen im ungünstigsten Fall Hepatitis C-Viren in den Körper – etwa, wenn die Nadel nicht ausgetauscht oder sachgerecht gereinigt wurde. Da Hepatitis keine eindeutigen Symptome hervorruft, kann es ganz unwissentlich zur Übertragung kommen.

Hepatitis-Diagnose mit Labortests

In einem hygienisch arbeitenden Tattoostudio sollte sich das Infektionsrisiko in Grenzen halten. Wer sichergehen möchte, kann mittels Labortests klären lassen, ob der Hautschmuck ungewollte Konsequenzen nach sich zieht. Das gilt vor allem für Menschen, die sich in eher amateurhaftem Ambiente ihr Tattoo haben stechen lassen. Zunächst prüfen Labormediziner, ob sich spezifische Antikörper gegen das Hepatitis C-Virus nachweisen lassen. Fällt das Ergebnis positiv aus, folgt ein Test zum Nachweis von Erbgut der Viren. Erst dann kann der Arzt beurteilen, ob eine ausgeheilte oder aktive Leberentzündung vorliegt.

 

Quellen:

 

BfR-Verbrauchermonitor Spezial Tattoos

Robert Koch-Institut