Seltene Lebererkrankung PBC: zu 90 Prozent bei Frauen

PBC steht für Primär biliäre Cholangitis (PBC). Diese seltene autoimmune Leberkrankheit trifft in neun von zehn Fällen Frauen. Langfristig kann sie die Leber zerstören. Dank moderner Labortests können Mediziner die Erkrankung heute bereits in einem sehr frühen Stadium diagnostizieren und behandeln.

Arzt hält Leber auf seinen Händen
Fotolia - sector 2010

Entzündung ergreift ganze Leber

Insgesamt betrifft die PBC knapp zwei bis 40 von 100.000 Menschen. Bei ihnen wendet sich das körpereigene Immunsystem zunächst gegen die Gallengänge in der Leber. Die Entzündungsprozesse dehnen sich im weiteren Verlauf jedoch auf das gesamte Gewebe des Organs aus. Wie bei allen Lebererkrankungen sind auch bei einer PBC die Beschwerden unspezifisch, sodass Betroffene sie nicht mit einer Gefahr für ihr größtes Stoffwechselorgan in Verbindung bringen. Am häufigsten treten Müdigkeit, Juckreiz und schmerzende Gelenke auf.

Kombination von Laborwerten führt zur Diagnose

Die Kombination von zwei auffälligen Blutwerten erlaubt es, eine PBC mit sehr hoher Sicherheit zu diagnostizieren. Den stärksten Hinweis auf die Erkrankung geben die sogenannten antimitochondrialen Antikörper (AMA). Labormediziner messen, wie viele Antikörper in einer Blutprobe enthalten sind. Erhöhte Werte sind ein deutliches Alarmsignal. Finden Labormediziner zudem zu hohe Werte für das Enzym alkalische Phosphatase (AP), können Ärzte und Patienten davon ausgehen, dass eine PBC vorliegt – und die Therapie beginnen.

Die Meldung zum Download

 

Mehr lesen

Faltblatt Lebererkrankungen

Weitere Informationen zu diesen Themen