Schuppenflechte: bis zu 90 Prozent mit Begleiterkrankungen

Menschen, die an Schuppenflechte (Psoriasis) erkranken, haben in der Regel mindestens eine Begleiterkrankung. Im Alter über 60 Jahre sind es 90 Prozent und mehr. Zu den häufigsten Komorbiditäten gehören Stoffwechselstörungen wie Diabetes. Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, liegt doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Schuppenflechte.

Mann hält sich seinen schmerzenden Kopf
Niki Love | Adobe Stock

Mehr Lebensjahre, mehr Betroffene

Studien zeigen: Bereits in jungen Jahren müssen Menschen mit Schuppenflechte eine höhere Krankheitslast schultern. Im Alter bis 20 Jahre haben 14 Prozent der Psoriasis-Patient*innen eine Begleiterkrankung. In der Vergleichsgruppe ohne Schuppenflechte liegt der Wert nur bei sieben Prozent. Bei den 21- bis 40-Jährigen sind es rund ein Drittel (Vergleichsgruppe: 20 Prozent), bei den 41- bis 60-Jährigen knapp zwei Drittel (versus 50 Prozent). Im höheren Alter steigt die Zahl der Betroffenen auf über 90 Prozent.

Ein- bis zwei Mal im Jahr zum Blutzuckertest

Zu den häufigsten Komorbiditäten zählen metabolische Erkrankungen. So liegt bei Psoriasis-Patient*innen das Typ-2-Diabetes-Risiko im Vergleich zur Normalbevölkerung fast doppelt so hoch – und nimmt mit dem Schweregrad der Hauterkrankung zu. Fachmediziner*innen empfehlen daher: Bei Patient*innen mit leichterer Psoriasis sollten alle zwölf Monate mittels Bluttest die Glukosewerte im Blut bestimmt werden. Verläuft die Psoriasis schwer und muss daher das Immunsystem behandelt werden (systemische Therapie), sollte der Glukosewert alle sechs Monate kontrolliert werden.

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