Medikamentenmonitoring: im Sommer bis zu 20 Prozent Schwankungen

Fachärzte für Labormedizin weisen darauf hin, dass die Ergebnisse von Labortests nicht nur vom Tageszeitpunkt der Blut- oder Urinabgabe abhängen. Der Schilddrüsenwert T 3 etwa kann im Sommer bis zu 20 Prozent niedriger liegen als im Rest des Jahres.

Apothekerin übergibt Patientin ein rezeptfreies Medikament.

Auf den Zeitpunkt kommt es an

Viele Werte, die im Labor analysiert werden sollen, unterliegen einem ausgeprägten Tagesrhythmus. Das gilt insbesondere für Hormonwerte. So schwankt die Konzentration etwa von Cortisol, Corticotropin (ACTH), Adrenalin und Noradrenalin stark im Verlauf eines Tages. Nierenwerte wie die Kaliumkonzentration erreichen nachmittags ihren höchsten Stand. Auch der Glukosetoleranztest weist nachmittags höhere Glukosekonzentrationen aus – unabhängig davon, ob es zu Mittag Süßes gab. Muss die Wirksamkeit einer medikamentösen Behandlung durch Tests überwacht werden (Drug Monitoring), lassen sich die Ergebnisse nur korrekt interpretieren, wenn ein exakter Zeitplan eingehalten wird.


Medikamente richtig lagern

Damit eine Therapie mit Medikamenten erfolgreich verlaufen kann, müssen Arzneimittel auch korrekt gelagert werden. Wer in der heißen Jahreszeit auf Salben, Tropfen oder Tabletten angewiesen ist, sollte auf Lagerungstemperaturen zwischen 15 und 25 Grad achten. Manche Präparate brauchen es jedoch kühler. Sie sind im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen zwei bis acht Grad am besten aufgehoben. Kurze Temperaturschwankungen oder extreme Temperaturen schaden den Medikamenten in der Regel aber nicht.

 

Quellen:

Apothekenkammer Hessen

Infoportal Laborpraxis

LADR Fachinformation Präanalytik

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