Drei Ebenen für Prävention

Prävention bedeutet nicht nur, Krankheiten zu vermeiden (Primärprävention) oder früh zu erkennen (Sekundärprävention). Auch für erkrankte Menschen bietet die Tertiärprävention Möglichkeiten, die Folgen der Erkrankung zu mildern. Labortests unterstützen Patienten und Mediziner dabei, die Gesundheit möglichst umfangreich zu erhalten.

Björn Wylezich - fotolia.com

Durch Vorsorge Gesundheit erhalten

Am besten ist es, Krankheiten zu verhindern. Neben einer gesunden Lebensweise und speziellen Präventionskursen gehören auch Impfungen zu dieser Primärprävention. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bestimmte Impfungen je nach Lebensabschnitt. Ein Impfbuch dokumentiert den persönlichen Infektionsschutz. Sollte dennoch Unklarheit über den Impfstatus bestehen, klären Labortests, welche Antikörper dem Organismus noch fehlen.

 

Prävention durch gezielte Suche

Die Sekundärprävention sucht gezielt nach Erkrankungen. Dazu gehören etwa die Vorsorgeangebote der gesetzlichen Krankenkassen. Viele Krankheiten können Ärzte und Betroffene effektiver bekämpfen, wenn sie frühzeitig festgestellt werden. Aus Blut- und Urinproben gewinnen Mediziner wichtige Hinweise zum Beispiel auf Nierenkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen. Auch viele Krebsarten lassen sich dank Labortests frühzeitig diagnostizieren. Gibt etwa ein Stuhltest Hinweise auf Gewebeveränderungen im Darm, kann der Arzt per Darmspiegelung den Krankheitsverdacht abklären und Krebsvorstufen wie Polypen gleich entfernen.

 

Krankheitsfortschritt verzögern

Tritt eine Erkrankung ein, können Maßnahmen der Tertiärprävention sie verlangsamen und Folgen abmildern. Dabei helfen Informationen, welche Medikamente voraussichtlich am besten anschlagen und möglichst wenige Nebenwirkungen haben. Dazu können Ärzte beispielsweise bei Krebserkrankungen die bösartigen Zellen auf Besonderheiten ihrer genetischen Struktur hin untersuchen und entscheiden, welche Medikamentenkombination gegen die Krebszellen eingesetzt werden soll. Auch ob Rückfälle drohen, können Mediziner durch Laboruntersuchungen auf bestimmte Biomarker besser einschätzen – und wenn nötig, frühzeitig eine weitere Behandlung einleiten.

 

Quelle:

Gemeinsamer Bundesausschuss

 

Mehr lesen:

IPF-Faltblatt Vorsorge nach Plan

Weitere Informationen zu diesen Themen