Cholesterin: LDL-HDL-Quotient höchstens bei vier

Um das Gesundheitsrisiko durch Cholesterin beurteilen zu können, braucht es nicht nur die Werte von LDL- und HDL-Cholesterin. Auch der Quotient aus beiden Werten hilft den Medizinern, die Blutfettwerte richtig zu beurteilen. Er sollte bei gesunden Erwachsenen maximal bei vier, bei Patienten mit Risikofaktoren unter drei liegen.

Holzmännchen balanciert auf Brett
Clemens Schüßler - fotolia.com

HDL kann LDL ausgleichen

Mediziner unterscheiden zwischen HDL(High Density Lipoprotein)- und LDL ()-Cholesterin. Die Einteilung basiert auf der jeweiligen Dichte der Blutfette, die wiederum von ihrem Lipid- bzw. Proteinanteil abhängt. Das LDL-Cholersterin transportiert den wichtigen Stoff von der Leber zu den verschiedenen Organen. Es gilt dabei als einer der Hauptverursacher von Arterienverkalkung. Weil HDL abgelagerte Cholesterin-„Polster“ aus den Gefäßen wieder zur Leber zurücktransportiert, schützt es dagegen vor den gefährlichen atherosklerotischen Ablagerungen. Je höher der Lipidanteil, desto mehr schadet das Cholesterin der Gesundheit. Liegt der HDL-Wert im Verhältnis von LDL und HDL relativ hoch, kann er so zumindest teilweise den ungünstigen LDL-Wert ausgleichen.


Ohne Cholesterin geht es nicht

Zu viel Cholesterin belastet den Organismus. Verzichten kann der Körper auf das Molekül jedoch nicht. Er benötigt die Substanz, um etwa Hormone oder Gallensäure für die Fettverdauung herzustellen. Im Grunde ist der Organismus nicht auf Cholesterin aus der Nahrung angewiesen – er stellt das fettähnliche Molekül vor allem in der Leber selbst her. In der Regel schränkt der Körper bei einer sehr cholesterinhaltigen Ernährung die Produktion des Stoffes ein. Zu kalorienreiches, fettes Essen und Bewegungsmangel kann der Fettstoffwechseldauerhaft nicht ausgleichen. Die Folge: Cholesterinwert und Cholesterin-Quotient rutschen in den ungesunden Bereich.

 

Quelle

Lipid-Liga

 

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