Wenn Baby auf sich warten lässt: wie Labortests helfen können

In Deutschland ist fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Bei immerhin 30 bis 40 Prozent der Betroffenen verhindern biologische Störungen die Familien-gründung. Ursachen können sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien sein, aber auch Stoffwechsel- und Hormonstörungen sowie Störungen der Spermienproduktion. Bei der Suche nach Ursachen helfen Labortests, so das IPF.

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Mut zur Ursachenforschung

Einer Studie des Bundesfamilienministeriums zufolge lassen sich nur 25 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer ärztlich untersuchen, obwohl sie seit mehreren Monaten oder Jahren vergeblich versuchen, ein Kind zu bekommen. Dabei lohnt es sich, dass sich beide Partner untersuchen lassen: Häufig gehen Paare davon aus, dass die Ursachen einer Unfruchtbarkeit vor allem im weiblichen Organismus liegen. Statistiken zeigen dagegen, dass Männer und Frauen im gleichen Maße betroffen sind. So sind zum Beispiel 33 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer nur eingeschränkt fruchtbar.

Sexuelle Gesundheit, Hormone, Spermien

Der häufigste Grund für Unfruchtbarkeit bei Frauen wie bei Männern ist eine Infektion mit Chlamydien. Die Bakterien können einen Eileiterverschluss oder Nebenhoden- und Prostata-Entzündungen verursachen. Nachweisen lässt sich der Erreger mittels Urintests sowie Abstrich vom Gebärmutterhals bzw. aus der Harnröhre des Mannes. Auch ein gestörter Hormonhaushalt erschwert den Weg zum Wunschkind. So können Schilddrüsenfehlfunktionen die Eizellenreifung stören und Fehlgeburten begünstigen; ein metabolisches Syndrom beim Mann steigert Studien zufolge das Risiko von Fehlgeburten. Bluttest klären Schilddrüsen- und Fettstoffwechselwerte sowie den Blutzuckerwert.

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