Venengesundheit und Schwangerschaft

Eine venöse Thromboembolie (VTE) stellt hierzulande die häufigste Todesursache in der Schwangerschaft dar. Das Risiko für eine Thrombose liegt sechs Wochen vor und sechs Wochen nach der Geburt am höchsten. Kommt eine unentdeckte Gerinnungsstörung hinzu, wächst die Gefahr zusätzlich. Das IPF informiert, wie Labortests bei der Vorsorge gegen und Früherkennung von Thrombosen helfen.

Arzt klärt Schwangere über Test auf Toxoplasmose auf
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Bluttest warnt vor Thrombose

Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft führen dazu, dass das Blut werdender Mütter an Volumen zunimmt und dadurch schneller gerinnt. Schwangere mit Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder Diabetes sind deutlich anfälliger für Thrombosen. Darum sollten Betroffene besonders sorgfältig überwacht und bei entsprechendem Verdacht untersucht werden. Erste Hinweise gibt ein Bluttest auf sogenannte D-Dimere. Sie entstehen beim Abbau von geronnenem Blut. Da bei Schwangeren dieser Wert dauerhaft erhöht liegen kann, empfehlen Mediziner zudem eine Ultraschalluntersuchung der verdächtigen Venen.

Thrombophilie erkennen

Mitunter liegt bei den Schwangeren auch eine besondere Neigung zur Thrombosebildung (Thrombophilie) vor. Das steigert nicht nur die Gefahr für die Mutter. Winzige Verstopfungen in den Blutgefäßen der Plazenta führen unter Umständen dazu, dass das Kind in der Gebärmutter nicht richtig versorgt werden kann – das Risiko für eine Fehlgeburt steigt deutlich. Mit Gen- und Gerinnungstests aus Blutproben können Mediziner eine Thrombophilie frühzeitig erkennen. Bei Verdachtsmomenten wie etwa früheren oder häufigen Thrombosen in der Familie sollten Frauen sich mit ihrem Arzt beraten. Unter bestimmten Umständen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Test.

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