Schwitzen im Winter: Schilddrüse gesund?

Draußen Kälte, innerlich Hitze? Wem trotz winterlicher Temperaturen häufig zu heiß ist und ohne Anstrengung stark ins Schwitzen kommt, sollte seine Schilddrüse untersuchen lassen. Bei einer Überfunktion produziert das Organ zu viele Hormone (Hyperthyreose). Ob die Schilddrüse richtig arbeitet oder Erkrankungen die Fehlfunktion verursachen, klären Labortests.

Frau streicht sich mit der Hand über die Schilddrüse
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Schilddrüsenüberfunktion: zu viele Hormone

Die Schilddrüsenüberfunktion kommt bei ungefähr einer von 100 Personen vor. Fachleute beobachten, dass die Erkrankung meist im mittleren Erwachsenenalter auftritt. Mit ihren Hormonen reguliert die Schilddrüse die Geschwindigkeit, mit der Körperzellen Energie liefern und verbrauchen. Produziert das Organ einen Überschuss an Hormonen, reagiert der Körper mit Herzklopfen, Gewichtsverlust, Schwitzen und Unruhe. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann ihrerseits ein Symptom für eine andere Erkrankung sein. Am häufigsten löst die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow eine Hypothyreose aus. Auch eine Entzündung der Schilddrüse kann zu vermehrter Hormonproduktion führen.

Diagnose mit Bluttests

Um die Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion zu finden, lassen Ärzt*innen eine Blutprobe im Labor untersuchen. Die Blutuntersuchungen zeigen, ob die Schilddrüse von sich aus zu viele Hormone bildet oder ob die Steuerung durch die Hirnanhangsdrüse gestört ist. So ermittelt der TSH-Test die Werte des Hormons Thyreotropin, das im Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse gebildet wird. Liegt er zu niedrig, sind gleichzeitig aber die Werte der Hormone T3 und T4 erhöht, liegt eine Überfunktion vor. Bei Verdacht auf Morbus Basedow klärt ein zusätzlicher Test auf bestimmte Autoantikörper, ob die Autoimmunkrankheit tatsächlich vorliegt.

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