Migräne? Aufs Herz achten!

Im Winter treten Kopfschmerzen und Migräne häufiger auf. Studien zeigen: Menschen mit Migräne besitzen ein erhöhtes Risiko für Gefäßkrankheiten. Schlaganfälle, venöse Thrombosen und Herzinfarkte treten bei ihnen häufiger auf. Fachleute raten: Menschen mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes sollten regelmäßig klären, wie es um die Gesundheit der Gefäße und des Herzens steht. Labortests helfen dabei.

Frau mit Migräne hält sich den schmerzenden Kopf
Pathdoc | Fotolia

Migräne mit Aura besonders gefährlich

Migräne äußert sich nicht bei allen Betroffenen gleich. So geht die Migräne bei etwa jedem Dritten mit einer sogenannten Aura einher. Dazu gehören vorübergehende Sehstörungen und Taubheitsgefühle im Gesicht, an den Armen oder Händen sowie Sprachstörungen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie tragen Betroffene ein besonders hohes Risiko für einen Schlaganfall. Bei ihnen ist der Risikofaktor im Vergleich zu Menschen ohne Migräne um 56 Prozent erhöht (Migräne ohne Aura: 41 Prozent).

Fettstoffwechsel und Blutzucker testen

Herz und Kreislauf leiden, wenn sich Fett an den Innenwänden der Gefäße ablagert (Arteriosklerose), der Fett- und Zuckerstoffwechsel aus dem Gleis gerät oder gar schon eine Diabetes-Erkrankung vorliegt. Ob die Blutfettwerte zu hoch liegen, zeigen Labortests auf Cholesterin und Triglyzeride. Für die Untersuchung reicht eine Blutprobe. Auch den Nüchternblutglukosewert können Labormediziner*innen anhand einer Blutprobe bestimmen. Er klärt, ob eine Diabetes-Erkrankung vorliegt. Den ersten Verdacht auf einen gestörten Zuckerstoffwechsel überprüfen Ärzt*innen in der Regel jedoch mit einem Urintest. Glukose im Urin kann auf Diabetes hinweisen.

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