Medikamente – aber sicher!

Medikamente heilen Krankheiten und retten Leben. Sie haben jedoch auch Nebenwirkungen. Expert*innen gehen davon aus, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen fünf Prozent der Krankenhauseinweisungen ausmachen. Vor allem, wenn mehrere Medikamente gleichzeitig erforderlich sind, kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Labortests helfen dabei, das rechte Maß zu finden, so das IPF zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2021.

Frau hält viele Tabletten in der Hand.
Denis Ismagilov | Adobe Stock

Bei Multimedikation genau hinschauen

Über 40 Prozent der über 65-jährigen Bundesbürger*innen nehmen täglich mindestens fünf Arzneimittel ein, geriatrischen Patient*innen oft mehr als zehn. Diese sogenannte Multimedikation steigert das Risiko von Nebenwirkungen und kann Beschwerden wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Schwindel, Verwirrtheitszustände und Stürze auslösen. Um die Versorgung mit Arzneimitteln auf das erforderliche Maß zu begrenzen, empfehlen Behandlungsleitlinien, die medikamentöse Therapie einmal im Jahr vollständig zu überprüfen. Bei der Bewertung helfen Labortests: Anhand der Werte können Ärzt*innen feststellen, ob Medikamente die Organe belasten, wenn nötig die Dosis anpassen und so Folgeschäden verhindern.

Regelmäßige Kontrollen mit Labortests

Selbst wenn sie regelgerecht verschrieben und eingenommen werden, können bestimmte Medikamente Organe wie Niere und Leber schädigen. Fachärtz*innen raten daher zu regelmäßigen Kontrollen mittels Labortests. Diese Routinekontrollen gelten unter anderem für viele Wirkstoffe, die häufig bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselerkrankungen, Diabetes, Schmerztherapie, Immunsuppression und psychischen Erkrankungen eingesetzt werden. In der Regel können Patient*innen auch den Beipackzetteln entnehmen, ob regelmäßige Labortests während der Behandlung mit einem Medikament vorgesehen sind. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, bei den behandelnden Personen nachzufragen.

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