Gesundheitsvorsorge fürs ganze Leben

Gleich nach der Geburt geht es los mit der Gesundheitsvorsorge - und sie lohnt sich bis ins hohe Alter. Labordiagnostik hilft dabei, Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Zum Weltgesundheitstag am Donnerstag, den 07. April 2022, informiert das IPF: Je nach persönlichem Gesundheitszustand und familiärer Disposition stehen Versicherten sogar zusätzliche Untersuchungen zu. So lässt sich die Gesundheitsvorsorge tatkräftig planen.

Gesunde Familie freut sich gemeinsam.
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Neugeborenenscreening: umfangreiche Labortests für gesunden Start ins Leben

Die erste Vorsorgeuntersuchung nach der Geburt ist das Neugeborenenscreening. Für die Untersuchung werden nur drei Tropfen Blut aus Babys Ferse benötigt, die mit verschiedenen Labortests auf Anzeichen für angeborene Stoffwechselstörungen, Hormonerkrankungen und schwere kombinierte Immundefekte untersucht werden. Rechtzeitig erkannt und gut behandelt lassen sich negative gesundheitliche Folgen für die Kinder vermeiden. Zum Screening gehört zudem die Untersuchung auf Mukoviszidose. Die Erbkrankheit lässt sich zwar nicht heilen. Aber: Die Behandlung kann sofort beginnen. Betroffene Kinder erhalten so eine bessere Chance auf ein längeres und gesünderes Leben.

Vorsorgen mit Labortests

Auch im Erwachsenenalter erlauben es regelmäßige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, die Gesundheit im Blick zu behalten. Blut- und Urintests helfen etwa beim Gesundheits-Check-up dabei, Erkrankungen wie Diabetes, Nierenschäden oder Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu entdecken. Diese Tests können Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre kostenlos durchführen lassen. Auch das Krebsfrüherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen nutzt Labortests. Ärztinnen und Ärzte im Labor untersuchen Abstriche vom Gebärmutterhals auf Krebsvorstufen; zur Darmkrebsvorsorge gehören hochempfindliche immunologische Stuhltests. Treten Krebserkrankungen familiär gehäuft auf, übernehmen Krankenkassen mitunter zusätzliche Untersuchungen. So startet bei erblich bedingten Darmkrebs-Formen die Vorsorge deutlich früher und findet häufiger statt.