FSME bei Kindern: Osterei-Suche – aber sicher!

Die Ostertage stehen bevor – und damit die vor allem bei Kindern beliebte Jagd nach Osterei und Schokohasen. Bei der Schatzsuche lassen sich die meisten von hohem Gras, Büschen oder Unterholz nicht aufhalten. Dort warten allerdings nicht nur die bunten Osterüberraschungen, sondern auch Zecken. Das ist nicht immer harmlos: Erkranken Kinder nach einem Zeckenstich an FSME, können Gedächtnis- oder Gleichgewichtsstörungen zurückbleiben. Das IPF rät: Nicht nur zu Ostern unbedingt an die FSME-Impfung denken!

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Lange Kleidung und gründliche Körperinspektion

FSME steht für Frühsommermeningoenzephalitis. Die Infektion wird durch sogenannte Flavi-Viren verursacht, die Zecken bei ihrer Blutmahlzeit auf den Menschen übertragen. Da Zecken sich mit Vorliebe in bodennahem Grün auf einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern aufhalten, kommen Kinder besonders leicht mit den kleinen Blutsaugern in Kontakt. Lange Kleidung hilft dabei, Zecken abzuwehren. Gut zu wissen: Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer FSME-Infektion. Suchen Eltern nach dem Osterausflug den Kinderkörper nach Zecken ab, sollten sie unbedingt auch den Haaransatz genau im Auge behalten.

FSME-Impfung schützt Kinder

Grundsätzlich verlaufen FSME-Infektionen bei Kindern milder als bei Erwachsenen. Das Risiko eines schweren Verlaufs lässt sich jedoch nicht ausschließen. Eine Impfung schützt zuverlässig gegen FSME. Für Kinder sind zwei Impfstoffe verfügbar, die ab dem Alter von einem Jahr zugelassen sind. Bei Kindern unter drei Jahren kann es durch die Impfung in bis zu 15 Prozent der Fälle zu einer Fieberreaktion kommen. Eltern sollten mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprechen, wann der beste Zeitpunkt für die Impfung ist – vor allem, wenn sie in einem FSME-Risikogebiet leben.

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