Asthma und Heuschnupfen: Etagenwechsel vorbeugen

Bei Kindern und Jugendlichen zählen allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen und Asthma bronchiale zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen, berichten Fachleute des Robert Koch-Instituts. Bei etwa einem Fünftel aller Kinder mit Heuschnupfen entwickelt sich im weiteren Verlauf ein allergisches Asthma bronchiale. Moderne Labortests ermöglichen es, Allergien frühzeitig zu entdecken und wirksame Medikamente auszuwählen.

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Heuschnupfen: Antikörper ermöglichen präzise Diagnose

Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem des Körpers auf die harmlosen Eiweiße der Pollen so, als wenn sie gefährliche Krankheitserreger wären: Es bekämpft die scheinbaren Eindringlinge mit Antikörpern. Dabei setzt der Organismus große Mengen des Botenstoffes Histamin frei. Als Folge treten typische Symptome wie juckende Augen, geschwollene Schleimhäute in Nase und Bronchien sowie Abgeschlagenheit. Die Antikörper erlauben es jedoch auch, eine präzise Diagnose zu stellen. Anhand einer Blutprobe können Labormediziner*innen genau feststellen, welche Stoffe die Allergie verursachen (IgE-Test). Eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) mindert das Risiko, dass aus dem Heuschnupfen später Asthma wird.

Kreuzallergien mit molekularer Diagnostik erkennen

Viele Menschen mit Heuschnupfen reagieren nicht nur auf Pollen allergisch. Oft vertragen sie auch bestimmte Obstsorten nicht. Dazu gehören etwa Äpfel, Birnen oder Kirschen. Diese Lebensmittelallergene sind den Pollenallergenen so ähnlich, dass das Immunsystem sie gewissermaßen verwechselt und ebenfalls mit Abwehr reagiert. Mittels Molekulardiagnostik lässt sich identifizieren, welches Protein genau die allergische Reaktion auslöst. So können Mediziner*innen Primärsensibilisierungen von Kreuzreaktionen unterscheiden – und die Patient*innen zielgerichtet behandeln.

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