Allergie vom Weihnachtsteller

Printen, Stollen, Plätzchen: Menschen mit Allergien sollten Leckereien in der Advents- und Weihnachtszeit mit Vorsicht genießen. Oft verbergen sich allergieauslösende Zutaten im Gebäck. Tückisch können diese Allergene vor allem für Menschen mit Kreuzallergien sein: So reagieren viele Menschen mit Baumpollenallergie auf Nüsse; Menschen mit Kräuterpollenallergie vertragen häufig auch Gewürze wie Anis oder Zimt nicht. Labortests schaffen Klarheit.

Lydia Matzal | unsplashi

Allergie mit Antikörpertest aufspüren

Auslöser von allergischen Reaktionen sind Eiweißstoffe (Proteine), die das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise als Gefahr erkennt und mit einer heftigen Antikörper-Reaktion abzuwehren versucht. Grundsätzlich kann jedes Protein zu einem sogenannten Allergen werden. Zu den typischen Allergenen im Weihnachtsgebäck gehören Haselnüsse, Eier und Mandeln. Oft verbergen sie sich als Pulver in der Teigmischung. Um eine Allergie genau zu diagnostizieren, suchen Labormediziner*innen in einer Blutprobe nach entsprechenden Antikörpern. Mittels Bluttest lassen sich Allergien auch bei Patient*innen feststellen, für die ein Haut- oder Provokationstest zu riskant ist.

Molekulardiagnostik erkennt Allergien über Kreuz

Mitunter ähneln sich Proteine so sehr, dass das Immunsystem sie nicht mehr unterscheiden kann und allergisch reagiert, obwohl Betroffene mit dem eigentlichen Allergen gar nicht in Berührung gekommen sind. So kann es etwa vorkommen, dass Menschen mit Pollenallergie plötzlich auch Nüsse nicht mehr vertragen. Mediziner*innen sprechen von einer Kreuzallergie. Kreuzreaktionen verlaufen in der Regel milder als ein Kontakt mit dem Hauptallergen. Für die Behandlung ist es jedoch wichtig, zwischen Hauptallergen und Kreuzreaktion unterscheiden zu können. Molekulardiagnostische Bluttests klären anhand von sogenannten IgE-Antikörpern, welche Eiweißbausteine hinter der Allergie stecken