Vor Angst gestorben? Höheres Herzinfarkt-Risiko durch psychologischen Stress

Die Ergebnisse einer Studie aus den USA legt nahe: Eine akute Stresssituation kann bei besonders anfälligen Patient*innen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) einen Herzinfarkt auslösen.

Holzherz verbrennt in Flammenkreis
Sergey Nivens | Adobe Stock

Langzeitstudie mit Stress-Test

Die Teilnehmer*innen der Mental Stress Ischemia Prognosis Study (MIPS) waren zwischen 30 und 70 Jahre alt, die der Myocardial Infarction and Mental Stress Study 2 (MIMS 2) zwischen 18 und 60 Jahre alt. Das mittlere Alter lag für beide Kohorten zusammengefasst bei 60 Jahren. In beiden Studien handelte es sich um Patient*innen mit einer dokumentierten stabilen KHK. Die Teilnehmenden der MIMS2 (jeweils zur Hälfte Frauen und Männer) hatten zudem bereits  einen Herzinfarkt überstanden. Im Rahmen der Studie stellten die Forschenden den Teilnehmenden die Aufgabe, drei Minuten lang vor Publikum zu sprechen.

Herzinfarktrisiko verdoppelt

Für ihre Studie maßen die Mediziner*innen vor und während der Testsituation die aktuelle Durchblutung des Herzmuskels. Im Anschluss analysierten die Forschenden im Mittel über sechs (MIPS) beziehungsweise viereinhalb Jahre (MIMS2), wie viele Teilnehmer*innen entweder an einem kardiovaskulären Ereignis gestorben waren oder einen nicht tödlichen Herzinfarkt erlitten hatten. Diese Daten verglichen sie mit den Ergebnissen des Herzscans. Es zeigte sich: Das Herzinfarktrisiko derjenigen, die auf den Psychostress mit einer Mangeldurchblutung des Herzens reagiert hatten, lag um den Faktor 2,5 bis 3,5 höher.

 

Quelle:

Ärztezeitung