Long Covid: Impfung schützt

Den Ergebnissen von zwei Studien aus Israel und England zufolge reduziert die Impfung gegen COVID-19 nicht nur die Gefahr von schweren Krankheitsverläufen. Sie mindert auch das Risiko von anhaltenden Long-COVID-Beschwerden deutlich.

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Long Covid bis zu 80 Prozent seltener

Ein Team um Michael Edelstein von der Bar-Ilan Universität in Safed im Norden Israels hat Personen, bei denen ein PCR-Test durchgeführt worden war, unabhängig vom Ergebnis gebeten, einen Online-Fragebo­gen zu ihrem Befinden auszufüllen. Die Studie zeigte: Von den 3.888 Teilnehmer*innen waren 951 positiv getestet worden. Von diesen 951 Patienten hatten 294 beide Impfdosen erhalten. Bei ihnen lag demnach eine Durchbruch­in­fektion vor. 4 bis 11 Monate nach der Infektion gaben zwar einige typische Long-COVID-Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwäche oder Muskelschmerzen an. Insgesamt 7 der 10 Symptome traten laut Edelstein jedoch zu 50-80 Prozent seltener auf als bei den Ungeimpften, bei denen der PCR-Test positiv ausgefallen war.

Weniger Beschwerden und geringere Einschränkungen im Alltag

Auch die Teilnehmer*innen des „Coronavirus Infection Survey“, einer regelmäßigen repräsentativen Umfrage der britischen Statistikbehörde ONS, sind nach Long COVID-Symptomen befragt worden. Diejenigen, die nach einer Impfung eine Durchbruchinfektion erlitten, klagten 12 Wochen danach zu 41 Prozent seltener über Beschwerden als die Ungeimpften. Ein ähnlicher Rückgang wurde bei den schweren Long COVID-Symptomen beobachtet, die zu Einschränkungen im Alltagsleben führen.

Quellen:

Ärzteblatt

 

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