Grippe-Impfung: Es ist noch nicht zu spät

Eine Grippeschutzimpfung kann aus Sicht von Fachleuten auch in diesen Tagen noch ratsam sein - trotz bislang vergleichsweise niedriger Infektionszahlen. Da unklar ist, wie die Grippewelle dieses Jahr verlaufen wird, ist eine Impfung gegen Influenza nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) sogar besonders empfehlenswert. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeschutzimpfung unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, Vorerkrankten und medizinischem Personal.

Kranker älterer Mann liegt mit Fieberthermometer und Wärmflasche auf dem Sofa.
Ljupco Smokovski | Fotolia

Unklarer Verlauf der Grippewelle

In der Regel beginnen saisonale Grippewellen nach dem Jahreswechsel, der Höhepunkt wird häufig Ende Februar, Anfang März erreicht. Dieses Jahr lässt sich den Expert*innen des RKI zufolge weniger gut abschätzen, wie schwer die Grippewelle verlaufen wird. Der Grund: Einem größeren Teil der Bevölkerung werden wegen der ausgefallenen Grippesaison 2020/21 aufgefrischte Abwehrkräfte gegen Influenza-Viren fehlen. Verläuft eine Grippe schwer, müssen Betroffene unter Umständen ins Krankenhaus oder sogar auf der Intensivstation behandelt werden. Gut zu wissen: Die Abstands- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona sowie Masken hemmen auch die Ausbreitung der Influenza.

Wechselnde Virustypten möglich

Zurzeit zirkuliert hauptsächlich der Virustyp A(H3N2). Nach Angaben des RKI stecken Kinder sich häufig damit an. Problematische Krankheitsverläufe treffen jedoch vor allem ältere Menschen. Es ist möglich, dass im Lauf des Winters ein anderer Virustyp, etwa vom Typ B, das Geschehen übernimmt und sich die Situation nochmals verändert. Für die WHO Region Europa hat die Grippesaison mit erhöhter Influenza-Aktivität Anfang Dezember 2021 begonnen, schreibt die Arbeitsgruppe Influenza (AGI) am RKI in ihrem Wochenbericht.

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