Zecken: Bei Deutschland-Urlaub an FSME-Schutz denken

Die Ferienzeit hat begonnen. Tourismusexperten gehen davon aus, dass wegen der Coronavirus-Pandemie mehr Bundesbürger als sonst innerhalb von Deutschland verreisen. Zahlreiche der beliebten Urlaubsorte liegen in FSME-Risikogebieten. Die Viruserkrankung wird von Zecken übertragen. Eine Impfung schützt vor Ansteckung.

BeTa Artworks | Adobe Stock

Menschen mit FSME-Infektionen häufig nicht geimpft

FSME steht für Frühsommermeningoenzephalitis. Sticht eine Zecke zu, kann sie mit ihrem Speichel die FSME-Viren in die Wunde übertragen. Die kleinen Blutsauger gleich nach dem Stich zu entfernen, schützt nicht gegen eine Infektion. Umso wichtiger schätzen Mediziner den vollständigen Impfschutz ein. Problematisch: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts waren 98 Prozent der 2019 gemeldeten FSME-Erkrankten gar nicht oder unzureichend geimpft. Eine FSME-Infektion kann jedoch schwere gesundheitliche Folgen haben. Immerhin bei gut jedem zweiten dieser Patienten griff die Infektion die Hirnhäute, das Gehirn oder das Rückenmark an.

FSME-Impfung, aber richtig!

In der Regel braucht es drei Impfungen, damit der Schutz seine volle Wirkung entfalten kann. Die zweite Impfung erfolgt vier bis zwölf Wochen später. Bereits jetzt sind 98 Prozent der Geimpften gegen eine FSME-Infektion geschützt – allerdings nur etwa ein Jahr lang. Länger hält die dreimalige Impfung vor. Der dritte Impfzyklus muss je nach Impfstoff fünf bis zwölf bzw. neun bis zwölf Monate nach der zweiten Impfung erfolgen. Diese dreimalige Impfung schützt fast alle (99 Prozent) der Geimpften vollständig vor FSME und hält mindestens drei Jahre. Wer seine Reise kurzfristig antreten muss, kann auf eine Schnellimpfung zurückgreifen. Dabei liegen zwischen Erst- und Zweitimpfung sieben bis 14 Tage.

 

Quelle:

Ärztezeitung online

Weitere Informationen zu diesen Themen