Vorsorge für 2016 planen

Zum Jahresbeginn misten viele Menschen in Deutschland ihre Schränke aus, bringen Ordnung in ihre Schubladen und tragen den Jahresurlaub in den Kalender ein. Ein guter Zeitpunkt, auch die Gesundheitsvorsorge fürs Jahr zu planen und bei Bedarf erste Arzttermine zu vereinbaren. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für viele Früherkennungs- maßnahmen.

Im Taschenkalender steht bei Freitag handschriftlich eingetragen: "9.30 Uhr Impfen".
Gina Sanders - fotolia.com

Check-up und Krebsvorsorge

Wer über 30 Jahre alt ist und 2015 nicht beim Check-up 35 war, sollte den kostenfreien Besuch beim Hausarzt in diesem Jahr einplanen. Neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung lässt der Arzt Blut- und Urinproben im Labor auf Anzeichen von Diabetes, Nieren- oder Herz-Kreislauf- Erkrankungen testen. Von 2012 bis 2013 nutzte fast jeder Zweite diesen Gesundheitscheck. Vor allem die Erwachsenen zwischen 35 und 39 Jahren können hier jedoch noch aufholen. In dieser Altersgruppe nehmen nur rund 35 Prozent das Angebot wahr. Gut planen sollten Verbraucher auch die Krebsfrüherkennung. Diese Untersuchungen zahlen ebenfalls die Krankenkassen. Wer regelmäßig an ihnen teilnimmt, erhöht die Chancen, eine Krebserkrankung möglichst früh zu entdecken, wirksam zu behandeln oder gar zu heilen. Zum Beispiel Hautkrebs: Ist ein Melanom noch dünn und wächst nur in der Oberhaut, liegen die Heilungschancen bei 100 Prozent.

 

Impfungen auffrischen – auch bei Kindern  

Eine große Vorsorgelücke gibt es beim Impfschutz. So wissen etwa 36 Prozent der erwachsenen Bevölkerung nicht, dass sie die Dreifachimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten nach zehn Jahren auffrischen sollten. Dank hoher Impfraten treten etwa Diphtherie-Erkrankungen in Deutschland zwar sehr selten auf. Experten raten dennoch zur Impfung, denn in anderen Ländern ist die Krankheit noch weit verbreitet. Nur solange ein genügend großer Teil der Bevölkerung geimpft ist, lassen sich Ausbrüche durch eingeschleppte Infektionen verhindern.

Auch für den Nachwuchs ist ein Rundum-Impfschutz wichtig. Gegen Masern sieht die Ständige Impfkommission (STIKO) den ersten Piks im Alter von elf bis 14 Monaten vor, ein weiterer ist bis zum zweiten Geburtstag fällig. Doch viele Kinder werden zu spät oder nicht vollständig immunisiert. Nach aktuellen Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) haben mehr als 13 Prozent der Kleinkinder im Alter von 15 Monaten, die 2012 geboren wurden, die erste Masern-Impfung nicht erhalten. Bei den Vier- bis Siebenjährigen lag die Rate der vollständig geschützten Kinder 2012 und 2013 bei immerhin 92 Prozent. Bis Ende 2016 soll eine Impfquote von 95 Prozent erreicht werden.

 

Quellen:

Robert Koch-Institut: Gesundheit in Deutschland

Robert Koch-Institut: Impfstatus von Erwachsenen in Deutschland 

STADA Gesundheitsreport 2015

 

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IPF-Faltblatt Vorsorge nach Plan

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