Sommerhitze: Flüssigkeitshaushalt im Blick behalten

„Hast du auch genug getrunken?“ Diese Frage bekommen vor allem ältere Menschen gerade in heißen Zeiten oft zu hören. Zwischen 1, 6 Liter (Frauen) und 2,1 Liter (Männer) Flüssigkeit sollten Senioren pro Tag zu sich nehmen. Allerdings: Bei bestimmten Vorerkrankungen kommt es ebenso darauf an, nicht zu viel Flüssigkeit aufzunehmen.

Mineralwasserflasche mit Glas
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Zu viel Wasser im Körper

Funktionieren etwa Herz, Nieren oder Leber im Alter nicht mehr so gut, kann es je nach Schwere der Erkrankung wichtig sein, die Trinkmenge zu begrenzen. Sonst kann eine Überwässerung drohen (hydropische Dekompensation). Dann sammelt sich etwa Flüssigkeit in der Lunge, Wasser lagert sich im Gewebe ab (Ödeme) oder es bildet sich ein Erguss zwischen Rippen und Lunge. Das erschwert die Herztätigkeit und die Atmung. Treten solche Beschwerden erstmalig auf, helfen Untersuchungen, die Ursache zu finden.

Gesundheit mit Labortests überwachen

Neben EKG und bildgebenden Verfahren lassen sich mittels Labortests die Filterleistung der Niere bestimmen. Blutwerte zeigen zudem, ob die Leber noch in der Lage ist, für den Körper wichtige Stoffe zu bilden. Bei überwässerten Patient*innen sollte neben der Behandlung der Grunderkrankungen die Trinkmenge individuell festgelegt werden. So ist es wichtig, Entwässerungsmedikamente, die Herz und Niere entlasten sollen, regelmäßig an das Körpergewicht anzupassen. Zudem muss der Elektrolythaushalt der Patient*innen engmaschig überwacht werden.

 

Quelle:

Medical Tribune