Sinnvoller Impfschutz für Sportler

Wer viel Sport treibt, lebt gesund – so einfach wie diese Formel klingt, ist es leider nicht. Denn gerade Sportler setzen sich oft Infektionsrisiken aus. Um möglichst lange fit zu bleiben, sollten sie entsprechend vorsorgen und sich gegen relevante Infektionskrankheiten impfen lassen.

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Schutz vor Zecken

Wer seine Pfunde im Freien purzeln lassen möchte, sollte beim Joggen, Walken oder Wandern etwa gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) geschützt sein. Die von Zecken übertragene Krankheit kann unter anderem zu Hirnhautentzündungen führen. Speziell in Risikogebieten wie Wäldern und Wiesen mit hohem Gras sollten Sportler vorsorgen. Neben einer Impfung schützt auch lange Kleidung gegen Zeckenbisse.

 

Viren in der Sporthalle

Auch beim Hallensport droht Infektionsgefahr – bei Kontaktsportarten wie Judo oder Karate etwa durch blutende Wunden. Auf Sportmatten, die zum Beispiel bei Yoga oder Pilates zum Einsatz kommen, halten sich Viren bis zu sieben Tage. So zum Beispiel das Hepatitis B-Virus, das die Leber schwer schädigen kann. Die Standardimpfung schützt zugleich gegen Hepatitis B und A.

 

Der Grippe zuvorkommen

Experten raten Leistungssportlern außerdem dazu, sich gegen Influenza impfen zu lassen. So können sie längeren Trainingsausfällen durch eine schwere Grippe zuvorkommen. Wer mit dem Grippevirus im Körper sportlich aktiv ist, der geht das Risiko ein, Herz und Lunge zu schädigen.

 

Nach der Impfung nicht direkt zum Sport

Nach Impfungen treten häufig  schwächere Nebenwirkungen auf wie Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle. Ab und zu kommt es auch zu Fieber, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden. Letzteres ist eher selten und oft durch eine kurze Schonzeit auszukurieren. In jedem Fall sollten Sportler mit ihrem Arzt absprechen, wann sie wieder in der Halle, auf dem Sportplatz oder in der Natur durchstarten können. In der Regel gilt: Sobald der Betroffene keine Nebenwirkungen mehr spürt, steht der sportlichen Aktivität nichts mehr im Weg. Bei besonderen Belastungen wie bei einem Wettkampf empfiehlt sich allerdings eine Pause von circa 14 Tagen zwischen Impfung und Wettkampf.

 

 

 

Quellen

Deutscher Fußballbund

Zeitschrift Sportmedizin

 

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